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Yangon

Template:Autoquickbar Ort Yangon Template:MyS ist die größte Stadt Myanmars, ehemalige Hauptstadt und kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Gleichzeitig ist sie die Hauptstadt der Yangon Region.

Stadtteile

Die Stadt gliedert sich in mehrere Verwaltungseinheiten - die Townships. Dazu gehören folgende: Bahan - Botahtaung - Dagon - Dala - Dawbon - Hlaing - Kamaryut - Lanmawdaw - Mayangone - Mingalar Taung Nyunt - Pazun Daung - Sanchaung - Tarmwe - Yankin

Hintergrund

Yangons Geschichte reicht zurück bis ins 5. Jahrhundert v. Chr.. 1824 wurde sie erstmals kurz britisch, ab 1852 dauerhaft, ab dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich zu einer modernen Gemeinde.

Ein Erdbeben 1930 beschädigte Rangun stark, 1948 wurde es mit der Unabhängigkeit von Großbritannien Hauptstadt des Landes. 1989 wurde der englische Kolonialname Rangun (Rangoon) in Yangon geändert. Am 6. November 2005 begann der Umzug aller Ministerien und sonstigen Regierungsbehörden aus Rangun nach Pyinmana, das ab Dezember 2005 der neue Regierungssitz des Landes wurde.

Im Mai 2008 wurde die Stadt durch den Zyklon Nargis getroffen. Zwar waren -anders als in anderen Landesteilen- nur wenige Menschenleben zu beklagen, aber viele Wohnhäuser und insbesondere die Infrastruktur wurden schwer beschädigt. Die Schäden sind über viele Jahre noch nicht ganz beseitigt.

Yangon ist trotzdem und auch ohne Hauptstadtstatus nach wie vor das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Durch den Reformkurs seit 2012 strebt die Stadt auf, Internetcafes und Handys verbreiten sich, Immobilien boomen und touristische Infrastrukturen (Hotels, Guides, Tourenangebote) wachsen. Noch immer aber ist die Gesellschaft spürbar traditionell. Wie lang diese Dinge in Balance bleiben können, ist offen. Dass es in 10 oder 20 Jahren noch ein Yangon geben kann, dass wie jetzt eine kontraststarke und spannende Melange aus buddhistischer Tradition, kolonialem Erbe und modernen Impulsen ist, ist wohl kaum möglich; diesen Moment zu erleben, dürfte jenen vorbehalten bleiben, die nicht lange warten.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der Flughafen von Yangon wird direkt angeflogen aus Bangkok, Hong Kong, Chiang Mai, Kuala Lumpur, Singapur, Gaya, Kolkata, Kunming, Guangzhou, Hanoi, Ho Chi Minh City und Taiwan. Im Flughafen gibt es Free WiFi.

Die Taxifahrt vom Flughafen kostet 5000 bis 7000 Kyat und dauert ca. 30 Autominuten.

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Mit der Bahn

thumb|200px|right|Shwedagon Pagode am Abend Es gibt Bahnverbindungen Richtung Mandalay über Thazi, Mawlamyine über Bago und direkt nach Bagan (9 Std.) Kyaikto sowie nach Pyay. Die Züge sind in drei Klassen eingeteilt, First Class, Upper Class und Ordinary Class, die aber verhältnismäßig geringe Unterschiede aufweisen. Abfahrt ist meist recht früh am Morgen, Ankunft spät am Abend.

Der Zustand des Schienennetzes ist ziemlich schlecht, was regelmäßig zu Ausfällen und mehrstündigen Verspätungen führt. Die Fahrten sind langsam, die Züge eher unkomfortabel und -je nach Klasse- überfüllt. Da die Fahrten recht lange dauern und oft mit Verspätungen verbunden sind, sollte man ggf. genügend Trinkwasser dabei haben.

Mit dem Bus

Mit dem Schiff

Fahrten mit dem Schiff bieten eine Möglichkeit, von A nach B zu gelangen und zugleich die Landschaft während der Reise intensiv zu erleben.

Eine sehr schöne Möglichkeit, die Landschaft der Ayeyarwaddy-Region zu genießen, ist die Anreise mit dem Schiff von Pathein aus. Das Expressschiff bietet Plätze auf dem Deck ($10) sowie Kabinen mit 2 Betten (ab $35 pro Person), die Fahrt dauert etwas mehr als einen halben Tag. Für die selbe Strecke kann auch eine touristische Luxusfähre, die Delta Queen gebucht werden, die Fahrt dauert hier rund einen Tag.

Weitere Verbindungen existieren nach Pyay und (mit Umsteigen) Mandalay, die Fahrten dauern mehrere Tage.

Mobilität

Template:Mapframe Das Führen von Fahrzeugen in Yangon ist Ausländern untersagt. Es ist daher immer auf durch Dritte gelenkte Verkehrsmittel zurückzugreifen. Zur Verfügung stehen Taxis, Rickschas, Busse, sowie als Sonderverkehrsmittel die Ringbahn und Fähren. Yangon verfügt über kein Straßen- oder U-Bahnnetz, der Busverkehr gilt als kryptisch für Ausländer, Mittel der Wahl ist daher innerhalb der Stadt meist das Taxi.

Mit dem Bus

Fast Yangons gesamter ÖPNV wird über Busse abgewickelt. Das System gilt für Ausländer allerdings als schwer durchschaubar, ausgewiesene Haltestellen z.B. existieren nicht. Ticketpreise liegen zwischen 20 und 200 Kyat.

Mit der Bahn

Mit dem Circular Train existiert ein S-Bahn-ähnliches Verkehrsmittel in Yangon. Es verläuft nach dem Prinzip einer Ringbahn, die Fahrt dauert rund 3 Stunden, dabei werden 39 Haltepunkte angefahren, bevor der Ausgangsbahnhof wieder erreicht wird. Am besten ist es, am Hauptbahnhof in den Zug einzusteigen. Das Ticket für die ganze Fahrt kostet für Ausländer ca. 3500 Kyat (ca. 3 €, Stand August 2013), Tickets erhält man am Gleis 6 an einem speziellen Schalter für Ausländer. Tipp: Genug Wasser für die lange Fahrt mitnehmen!

Die Fahrt mit dem Circular Train ist eine Sehenswürdigkeit für sich, auf kaum eine andere Weise kann man als Ausländer so viele Teile von Yangon in so kurzer Zeit fahrend erleben. Auch die Mitfahrer, vielfach kleine Händler/innen die den Circular Train benutzen um Güter in andere Teile der Stadt zu verfrachten, sind unter diesem Aspekt spannend. Als Verkehrsmittel ist der Nutzen begrenzt, wegen der Langsamkeit der Fahrt und der mangelnden Flexibilität.

Taxi

Das für Ausländer wohl wichtigste Verkehrsmittel sind Taxis, die in reicher Zahl vorhanden und günstig nutzbar sind, viele haben Klimaanlagen. Sie können einfach auf der Straße herangewunken werden. Taxameter sind sehr selten in Gebrauch, daher unbedingt vor der Abfahrt den Fahrpreis zum Ziel aushandeln. Wird dies vergessen, werden oft vielfach höhere Preise verlangt (und sind dann kaum noch verhandelbar). Übliche Strecken innerhalb der Stadt sollten meist zwischen 1500 und 2500 Kyats kosten, als Richtwerte folgende Preise (August 2013): Downtown (Mitte) → Shwedagon Pagode ~2000 Kyats, Downtown (Mitte) → International Airport ~6000 Kyats.

Die sehr modern anmutenden Taxis von Parami Airport sind in der Regel teurer. Hinter der Gesellschaft stehen Personen aus dem Umfeld der Militärjunta.

Zweiräder

Trishaws

Streng genommen keine Zweiräder sind die sogenannten „Trishaws“, dreirädrige Fahrrad-Rickschas mit Seitenwagen. Auch hier gilt: unbedingt vor der Abfahrt den Fahrpreis zum Ziel aushandeln. Für kurze Strecken innerhalb der Stadt sind sie eine interessante und exotische Alternative zu Taxis, auch sind sie noch einmal günstiger als diese, naturgemäß auch langsamer. Gesessen wird auf gepolsterten Sesseln, allzu breit gebaut um die Hüfte sollte man aber nicht sein, sonst wird es unkomfortabel.

Trishaws erlauben einen guten Blick auf die Stadt, neben sich hat man einen meist ortskundigen Begleiter - gute Voraussetzungen für halb- oder ganztägige Touren. Als Richtwert (August 2013): eine zweistündige Tour durch Dala kostete 4000 Kyats.

Motorräder

Zu erwähnen ist, dass das Führen motorisierter Zweiräder im eigentlichen Yangon generell untersagt ist. In Dala allerdings gibt es sie, dort erfüllen sie eine ähnliche Funktion wie die Trishaws, sie sind allerdings deutlich schneller. Man sitzt hinter dem Fahrer auf dem Sitz.

Fähren

Da es keine Brücke über den Yangon bzw. Hlaing gibt, ist die Fähre die einzige Möglichkeit, das am südlichen Flussufer gelegene Stadtviertel „Dala“ zu erreichen. Eben aufgrund dieser Abgeschiedenheit ist es sehenswert, das Leben ist hier deutlich anders als im urbanen Yangon des nördlichen Flussufers.

Die Fähre verkehrt vom frühen Morgen bis nachmittags um fünf, Ausländer kostet sie 1500 Kyat. Die Fähre geht vom sogenannten Pansodan Jetty ab, einem Pier, der am südlichen Ende der Pansodan Road hinter der Kreuzung mit der Strand Road liegt, die Überfahrt dauert 5 Minuten. Ebenfalls gibt es kleine Boote, die den Fluss überqueren, Touristen werden hier aber abgelehnt und auf die große Fähre verwiesen.

Sehenswürdigkeiten

Pagoden

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Verschiedenes

  • Seen: In der Stadt gibt es zwei große Seen:
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Aktivitäten

  • Unbedingt zu empfehlen ist die Fahrt mit der Ringbahn, dem sogenannten Circle Train. Vom architektonisch auffälligen Hauptbahnhof, der Central Railway Station, fährt sie in einem großen Kreis einmal um die ganze Stadt mit annähernd 40 Stationen. Die Fahrt dauert 3 Stunden, kostet 3 Dollar bzw. 3500 Kyat und erlaubt einen Einblick in den Alltag der normalen Menschen Myanmars, darunter auch der üblicherweise nicht zu sehenden tiefen Armut weiter Teile der Bevölkerung.
  • Dem Trubel der Stadt entfliehen kann man gut, indem man mit der Fähre von Pansodan Jetty am Südende der gleichnamigen Pansodan Street auf die andere Seite des Flusses übersetzt. Dort erwarten einen Fahrradrickschas, die für 4000 Kyat (=4€) einen mehrstündigen Ausflug durch das Dala Township unternehmen. Dala ist trotz seiner Nähe zur Stadt noch sehr ländlich, daher bietet es einen anderen Blick auf das Leben in Myanmar.

Einkaufen

miniatur|Hallen des Bogyoke Aung San Markts

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Küche

Günstig

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Mittel

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Gehoben

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Nachtleben

Trotz ihrer Größe hat die Stadt kein echtes Nachtleben zu bieten, selbst Restaurants und Kneipen (die sogenannten "Beer Stations") schließen zwischen 22 und 23 Uhr. Einige wenige Nachtklubs finden sich in westlichen Hotels.

Unterkunft

Günstig

bis 20 Dollar

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Mittel

20-100 Dollar

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Gehoben

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Lernen

An der Universität in Yangon kann man das Fach "Birmanisch" (für Ausländer) belegen.

Sicherheit

Yangon ist eine für Touristen grundsätzlich sehr sichere Stadt. Die wertkonservativ buddhistische Gesellschaft, ein geringes touristisches Aufkommen und nicht zuletzt auch schwere Strafen für Vergehen an Touristen führen dazu, dass man sich kaum Sorgen über Gefahren für sein Eigentum oder gar körperliche Unversehrtheit machen muss. Zu bedenken ist allerdings, dass man sich in einem durchaus armen Land befindet und Unachtsamkeit und Zurschaustellung wertvoller Besitztümer ggf. entsprechende Diebstähle provozieren kann. Die im Umfeld der Sule-Pagoda häufigen Geldwechsler sollten unbedingt gemieden werden, der Tausch verläuft meist als Trickbetrügerei zu Ungunsten des Tauschenden.

Politische Spannungen herrschen derzeit (August 2013) keine, der moderate Reformkurs des Militärs scheint diese zu besänftigen. Die ethnischen Ausschreitungen von Buddhisten gegen Muslims, die Anfang 2013 in Teilen des Landes stattfanden, finden in Yangon kaum einen Niederschlag. Journalistische Quellen sprechen aber von tendenziell feindlicher Stimmung gegenüber Muslimen, Menschen muslimischen Glaubens ist daher Zurückhaltung und Behutsamkeit mit der Bekanntgabe ihrer Religionszugehörigkeit zu empfehlen.[1]

Gesundheit

Weder sollten unabgekochte Lebensmittel gegessen noch Leitungswasser getrunken werden (auch nicht beim Zähneputzen). In der Stadt gibt es keine angemessene Medikamentenversorgung, wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte diese in ausreichender Menge einführen. Auch die medizinische Versorgung lässt zu wünschen übrig, die Krankenhäuser vor Ort halten wichtige Standards nicht ein. In entsprechenden Notfällen sollte sofort die deutsche Botschaft kontaktiert werden.

Praktische Hinweise

Viele Menschen in Yangon sprechen in der Regel ein zumindest rudimentäres Englisch. Komplexes und über essentielle Kenntnisse hinausgehendes Englisch ist aber ebenso selten wie andere Fremdsprachen. Grundkenntnisse der Landessprache sind hilfreich, aber nicht allzu einfach zu erwerben. Ausgesprochen hilfreich sind Apps wie iBurmese (für iPhones & Android), die wichtige Phrasen auf Burmesisch aussprechen.

Geld

Im Jahr 2012 erst wurden in Myanmar internationale Geldautomaten und Kreditkarten eingeführt. Ausgegeben werden Kyats. Hinweise in Reiseführern verweisen meist noch auf komplexe Umtauschwege für Bargeld (erst im Ausland in saubere, makellose Dollarnoten, dann Teile davon vor Ort in Kyats, an manchen Orten sei aber die Nutzung von Dollars obligatorisch). Dies ist mittlerweile obsolet, alle Transaktionen können in Kyats durchgeführt werden, die direkt an Automaten gezogen werden können. Akzeptiert an Geldautomaten sind ec-/Maestro- und als Kreditkarten Visa und Mastercard. Kreditkarten finden außerhalb der Automaten nur sehr eingeschränkt Verwendung, z.B. in Hotels für ein westliches Publikum oder bei den Juwelieren des Bogyoke Aung San Markt (siehe dort).

Noch immer sind Geldautomaten aber selten und nur eingeschränkt verwendbar, manche Geldautomaten bzw. viele Banken akzeptieren keine ausländischen Karten, es ist daher sinnvoll, unterwegs nach Geldautomaten der CB-Bank Ausschau zu halten, die ausländische Karten reibungslos akzeptieren. Ein erster Automat findet sich z.B. im Flughafen von Yangon, mehrere weitere in Downtown Yangon (z.B. an der Ecke Botahtaung Road/Anawratha Road.)

Aufgrund schlechter Internetverbindungen können sämtliche Geldautomaten zeitweise ausfallen, man sollte also a) sein Portemonnaie rechtzeitig wieder auffüllen und b) es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen, wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat.

Ausländische Vertretungen

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Die Brief- und Paketpost gilt als notorisch unzuverlässig und langsam. Handynetze existieren, entsprechende SIM-Cards sind überall zu erwerben.

Ausflüge

Folgende Ausflüge kann man von Yangon aus unternehmen:

Literatur

  • Sascha M. Kleis: Goldenes Wunder. In: In Asien, Bd. 5 (September/Oktober) (2011), S. 56-61 (Deutsch). - Interessanter Ausflug in Myanmars Hauptstadt.

Weblinks

Nachweise

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  1. REDIRECTVorlage:Related
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