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Santiago de Compostela

Template:Autoquickbar Ort Santiago de Compostela ist ein Wallfahrtsort im spanischen Galicien mit der zum Welterbe gehörenden Kathedrale.

Hintergrund

Der Namensgeber der Stadt ist der Heilige Jakob (Sant Jago), dessen Grab im 9. Jahrhundert ein Einsiedler auf einem Sternenfeld (lat. Campus stellae > Compostela) gefunden haben will. Kurz darauf wurde eine Siedlung gegründet, die schnell zu einer Stadt wuchs. Santiago wurde zu einem geistigen Zentrum des Kampfes gegen die Mauren, weshalb im Jahre 997 durch den Emir von Córdoba der Feldherr Almansor nach Compostela geschickt wurde. Dieser fackelte nicht lange und zerstörte die rund 100 Jahre alte Pfeilerbasilika mit den ihr umgebenden Gebäuden. Doch von diesem Schicksalsschlag erholte sich die Stadt recht schnell. Bereits 1188 war die romanische Kathedrale an der Stelle der zerstörten Basilika errichtet. Mit der Reformation in Europa flaute der Pilgerstom nach Santiago immer mehr ab, und die Stadt wurde immer mehr zu einer bloßen Randerscheinung. Dies änderte sich Ende des 18. Jahrhunderts, als Pilger wieder begannen, nach Santiago zu reisen. Das Franco-Regime nutzte die Stadt und ihren Heiligen zu propagandistischen Zwecken. Ab 1933 wurde eine Spende an die Kathedrale per Gesetz eingeführt. 1981, als Galizien den neuen Autonomiestatus erhielt, wurde hier der Sitz des Präsidenten und des galizischen Parlaments eingerichtet, obwohl Santiago administrativ der Provinzhauptstadt A Coruña unterstellt ist.

Anreise

Mit dem Flugzeug

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Zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen verkehren alle 30 Minuten Shuttlebusse. Der Bus fährt in Santiago von der Haltestelle „Rúa do Doutor Teixeiro“ von 6:00 bis 0:00 und hält unter anderem auch am „Plaza de Galicia“ und am Template:Marker Busbahnhof. Vom Flughafen nach Santiago fährt der erste Shuttlebus um 6:45 und der letzte um 0:45 Uhr. Die Fahrt kostet 3 €, ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt 5 €. Stand: September 2015.
Mit dem Privat- oder Mietwagen kann der Flughafen vom Stadtzentrum aus über die N 634a erreicht werden.

Mit der Bahn

Santiago de Compostela hat einen Template:Marker Bahnhof, welcher südlich der Altstadt am Ende der Rúa do Hórreo liegt. Dort halten annähernd stündlich Züge der Renfe von/nach A Coruña (Fahrtzeit ca. 30 Minuten), Ourense (40 Minuten), außerdem siebenmal am Tag von/nach Vigo (Fahrtzeit 1½ Stunden).

Im Fernverkehr halten dreimal pro Tag Alvia-Hochgeschwindigkeitszüge von/nach Madrid-Chamartín (5 Std.) sowie einmal am Tag ein Intercity von Irun an der spanisch-französischen Grenze und Donostia/San Sebastian (10½ Std.) über Burgos (7½ Std.) und León (5:15 Std).

Extrem luxuriös ankommen kann man mit den touristischen Sonderzügen des Transcantábrico, dessen einwöchige Nordspanien-Rundfahrten immer hier Halt machen.

Mit dem Bus

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  • Es fahren unter anderem internationale Busse der ALSA zu und von einer Vielzahl von Städten auch im deutschsprachigen Bereich.

Auf der Straße

Von A Coruña aus führt die Autobahn Template:RSIGN Autopista AP-9 (E1) an der Stadt Santiago vorbei bis nach Vigo und zur Grenze nach Portugal, parallel dazu verläuft die nicht mautpflichtige N-550.
Von Lugo im Osten resp. von der Template:RSIGN Autovía A-6 aus führt die N-540 südwestlich, bis nach 16 km auf die N-547 gewechselt werden muss, um dan aus östlicher Richtung Santiago de Compostela zu erreichen. Die N-547 endet in der Template:RSIGN Autovía del Aeroporto A-54 ins Stadtzentrum.
Die mautpflichtige Template:RSIGN Autopista AP-53 führt in südöstlicher Richtung nach Ourense, wo sie auf die westwärts führende Template:RSIGN Autovía A-52 in Richtung León führt. Begleitet wird sie von der nicht mautpflichtigen N-525.
Die AG-56 resp. die im Bau befindliche CG-1.5 und parallel die AC-543 führen westwärts nach Noia an der Ría de Muros und weiter in Richtung Fisterra.

Mit dem Fahrrad

Santiago ist der Endpunkt des europäischen Fernradwegs EuroVelo 3 (auch „Pilgerroute“ oder „La Scandibérique“ genannt), der von Skandinavien durch Nordwestdeutschland, Belgien und Frankreich hierher führt. Die spanische Post bietet den Service, das Fahrrad in einer Transportverpackung zurück zu schicken.

Zu Fuß

Der traditionelle Weg nach Santiago de Compostela ist die Fußwanderung, auf dem Pilgerweg (Jakobsweg). Hier ist der Endpunkt aller Jakobswege: Camino Francés von der französischen Grenze in den Pyrenäen, Camino del Norte an der spanischen Nordküste entlang, Camino de Madrid, Caminho Português von Lissabon sowie der Camino a Fisterra vom/zum Cabo Fisterra am Westende des europäischen Festlands.

Mobilität

Die Altstadt ist verkehrsberuhigt und daher ist die Erkundung zu Fuß fast unumgänglich. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich allerdings weitgehend innerhalb der Altstadt und sind innerhalb von wenigen Minuten zu erreichen. In der Nähe der Altstadt gibt es mehrere gut ausgeschilderte Parkplätze wie den Platz an der Template:Marker. In dem Parkhaus gibt es auch öffentliche Toiletten

Ein kommunales Busnetz mit ca. 20 Linien wird von der städtischen Busgesellschaft TUSSA unterhalten. Eine Vielzahl der Bushaltestellen ist als solche nicht erkennbar, es ist hilfreich Einheimische nach der nächsten Bushaltestelle zu fragen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Bussen die Haltestellen nicht angekündigt werden.

Sehenswürdigkeiten

Straßen und Plätze

Um die Template:Marker sind die Kathedrale, der Sitz des Galizischen Präsidenten, der Bischofspalast und das Hostal dos Reis Católicos (heute Staatshotel Parador Nacional) angeordnet, womit schon 5 der wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnt sind. Umgeben sind sie von den Gässchen der Altstadt mit malerischen Häusern, häufig mit typischen verglasten Balkonen.

Kirchen

Santiago hat 15 Kirchen, darunter als bedeutendste die 1120 vollendete romanische Kathedrale mit zwei 78 m hohen Türmen, dreischiffigem Querhaus und dem angeblichen Grab des Apostels Jakobus (d. Ä.), des Schutzpatrons von Spanien, dazu kommen mehrere ehemalige Klöster.

Kathedrale

Kathedrale, im Innern
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Hauptalter, hinter der Statue des Hl. Jakobus passieren Pilger
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Sie wurde 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Obradoiro-Fassade ist die Westfassade zum Praza do Obradoiro. Sie wurde im 18. Jahrhundert fertiggestellt und ist im üppigen Stil des Barock gehalten. Sie verdeckt nun die frühere Fassade, von der nur das Glorienportal noch erhalten ist.

Der Nordturm wird Carraca benannt, der Südturm Campanas (Glockenturm). Beide haben einen Aufbau im Barockstil auf dem unteren romanischen Turmteil.

Die Praterías-Fassade ist die Südfassade des Kreuzschiffes. Es handelt sich um die einzige Fassade, an der die romanische Struktur noch erhalten ist.

Der Uhrenturm (Torre del Reloj) wurde im 16. Jahrhundert errichtet und ist ein Werk des Rodrigo Gill de Hontañón; er befindet sich an der Südostecke des südlichen Seitenschiffes. An der Südostecke des Südanbaus befindet sich der Schatzturm (Torre del Tesoro).

An der Ostseite befinden sich das Königsportal und die Heilige Pforte. Die heilige Pforte (Puerta Santa) ist die zweite von rechts an der östlichen Seite der Kathedrale, sie wird nur während des Compostelanischen Heiligen Jahres geöffnet. Diese Festlichkeit wird seit dem 12. Jahrhundert in dem Jahr begangen begangen, in dem der Namenstag des Apostels, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt. Es dauert immer vom Nachmittag des 31. Dezember bis zum nächsten 31. Dezember.

Auf der Nordseite befindet sich die Azabachería-Fassade zum gleichnamigen Platz. Früher wurde sie Paradies-Fassade genannt. Hier endet der französische Jakobsweg, welcher der meistbegangene ist. Bei dieser Fassade befinden sich die ersten klassizistischen Elemente, die in Compostela zur Anwendung kammen.

Der Innenraum der Kathedrale wird vom Hauptaltar, der sich über dem Apostelgrab befindet, dominiert.

Hinter dem Hauptaltar befindet sich die über eine Seitenpforte mit einigen Treppenstufen erreichbare Camarín (St.-Jakobs-Nische), in ihr befindet sich die Sitzstatue des Jakobus als Meister. Es ist Brauch, dass die Pilger die Statue nach Erfüllung ihrer Pflichten umarmen. Deshalb hat die Steinstatue eine Heiligenschein, da viele ihren Hut auf seinen Kopf legen, um ihn besser umarmen zu können. Ein eigenartiges Schauspiel ist es, wenn sogar während der Messe der Strom der Pilger hinter der Jakobus-Statue auf dem Hauptalter nicht abbricht.

Eine weitere Besonderheit ist der Botafumeiro. Das gewaltige an einem Seil hängende Räuchergefäß wird von einer kräftigen Mannschaft in Schwingung versetzt und pendelt bis weit gegen das Dach des Querschiffs hinauf.

In der Krypta, hinter dem Hauptaltar, befindet sich das Grabmal des Jakobs und seiner beiden Begleiter Athanasios und Theodoros.

Das Glorienportal ist nun von der Obradorio-Fassade verdeckt. Das reich verzierte Portal wurde im Auftrag von Ferdinand II. von seinem Hofarchitekten Mateo gestaltet. Das Portal spiegelt den Glaubenssatz Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes sind aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten wider. Die Mitte dominiert ein fast drei Meter hohe sitzender Jesus, bei ihm halten die vier Evangelisten Wache.

Führungen durch die Kathedrale (etwa der Dachrundgang) müssen z. T. vorab reserviert werden, dies kann online oder vor Ort erfolgen. Pilger mit Pilgerausweis erhalten eine Preisermäßigung.

Burgen, Schlösser und Paläste

Paläste in Santiago
File:Santiago Hostal Obradoiro.jpg
Hostal dos Reis Católicos
  • Das Template:Marker wurde als Pilgerhospiz 1498 von den katolischen Königen errichtet. Heute beherbergt es den wohl berühmtesten und auch teuersten Parador Spaniens. Es handelt sich hierbei um ein staatliches 5-Sterne-Hotel. Es befindet sich an der Nordseite der Praza do Obradoiro.
  • Der Template:Marker ist der Sitz des galicischen Präsidenten. Er stammt aus dem Jahre 1777 und befindet sich an der Westseite der Praza do Obradoiro.
  • Der Template:Marker (auch Palacio de Arzobispo) stammt aus dem 12./13. Jahrhundert. Das romanische Gebäude hat einen 32 Meter langen und 8 Meter breiten Festsaal und wird oft für Adelshochzeiten benutzt. Das Gebäude kann besichtigt werden. Er befindet sich an der südlichen Seite des Praza do Obradoiro. (Öffnungszeiten: Di-So 10:00-13:30 u. 16:30-19:30)

Denkmäler

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Museen

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Parks

Die zwei Marias

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  • Die zwei Marias von Santiago de Compostela, zwei Statuen am Eingang des Parkes. Die beiden Schwestern gingen täglich um 2 Uhr im Park spazieren und zeigten ihre Alehnung des Franco-Regimes.

Verschiedenes

File:Santiago-pilgerbuero.JPG
Santiago de Compostela: Pilgerbüro

Im Template:Marker Pilgerbüro in der Casa do Deán in der Rua do Vilar erhalten diejenigen, welche die letzten 100 km des Jakobswegs bis zur Kathedrale zu Fuß oder die letzten 200 km per Fahrrad oder auf einem Reittier zurückgelegt haben, nach Vorlegen des abgestempelten Pilgerpasses die Pilgerurkunde, die Compostela.

Aktivitäten

  • In einer Seitenkapelle innerhalb der Kathedrale wird in der Pilgersaison täglich um 08:00 Uhr eine deutschsprachige Messe gefeiert.
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Feste

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Einkaufen

Zahlreiche Ladengeschäfte, die unter anderem Andenken und Devotionalien verkaufen, finden sich in der Fußgängerzone um die Rua do Vilar. Supermärkte haben in Santiago de Compostela Sonntags geschlossen.

Märkte

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Küche

Nachtleben

Unterkunft

Blick vom Mirador im Parque Alameda Cidade da Cultura

Günstig

Pilger, die die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder die letzten 200 Kilometer per Fahrrad oder mit einem Pferd zurückgelegt haben, können hier günstig übernachten:

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  • Hostels

Mittel

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Gehoben

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Gesundheit

Praktische Hinweise

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  • Unter dem Pazo de Raxoi befindet sich eine Polizeistation sowie ein öffentliches WC

Ausflüge

  • zum Ende der Welt in Fisterra, wo für die ganz unentwegten Pilger der Jakobsweg an der Atlantikküste seinen Abschluss findet.
  • an die Badestrände der Rías Baixas

Literatur

Weblinks

Template:Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas

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