Script error: No such module "geoData".

Pisa

Script error: No such module "Quickbar Ort". Pisa ist eine Provinzstadt in der Toskana, die vorwiegend durch den Schiefen Turm Weltruhm erlangte, aber auch sonst als Universitätsstadt und Zentrum eines mittelalterlichen Stadtstaats sehenswert ist. Aus Pisa stammt der Physiker, Mathematiker und Astronom Galileo Galilei.

Die Altstadt ist in vier Stadtquartiere geteilt: zwei südlich und zwei nördlich des Flusses Arno.

Hintergrund

Die Stadt Pisa wurde am Zusammenfluss der Flüsse Arno und Auser gegründet und lag selbst nie am Meer, verfügte aber an der nahen Küste über mehrere Häfen, u.a. den Porto Pisano im Bereich des heutigen Livorno.

Die Umstände der Stadtgründung, der Legende nach dem vom Feldzug nach Troja zurückkehrenden Pelops (von dessen Namen sich der Name der Halbinsel Peloponnes herleitet) zugeschrieben, liegen im Dunkeln. Wahrscheinlich war die Stadt eine etruskische Grünung, was durch den Fund einer etruskischen Metropole in den Neunzigerjahren erhärtet wird. Jedenfalls hatte hier im 6. Jhdt. eine Hafenstadt mit dem griechischen Namen Πίσαι (Pisai) bestanden, die in Handelsverbindung mit den Ligurern, Gallien und Phöniziern stand.\\ Im Jahre 180 v.Chr. ging die Handelsstadt in Besitz der Römer über, unter Augustus hiess sie Colonia Iulia Pisana, aus dieser Zeuit datieren Ruinen von Thermenanlagen und einem Tempel.

mini|300px|Ausbreitung der Seerepublik Pisa im 11./13.Jhdt. Nach dem Ende des römischen Reichs übernahmen hier in Tuscien die Langobarden die Herrschaft, mit der Errichtung von Befestigungen zur Abwehr von Sarazenenangriffen entwickelte sich Pisa im 11. Jahrhundert zu einer Seefahrerrepublik und stand als solche in ewiger Konkurrenz zu Genua, Pisa kämpfte auf Sardinien, später auch auf Korsika und den Balearen gegen die muslimische Herrschaft. Unter pisanischer Herrschaft wurden auf Sardinien die von Richtern regierten Judikate errichtet. Von Pisa stammte auch ein Teil der Seemacht, welche im ersten Kreuzzug zur Eroberung von Jerusalem führt. Nach einem Krieg gegen die Seefahrerrepublik Genua wurde unter Papst Innozenz II. die Vormacht über Korsika der Stadt Genua zugesprochen, Pisa erhielt mehr Macht auf Sardinien beteiligte sich am Kampf gegen die Normannen durch Unterstützung von Neapel und belagerte Amalfi.

In diese Epoche fällt der Bau der Kathedrale von Pisa (1063/1174), des Schiefen Turms als eigenständiger Campanile (1173) und des Baptisteriums (1153) sowie weiterer Palazzi und Kirchen in der Stadt. Im 13. Jhdt. lag Pisa wieder einmal im Streit mit Genua um die Vormacht auf Sardinien, mit Florenz und verbündete sich mit Kaiser Friedrich II., was zur Exkommunikation etlicher Honoratioren der Stadt durch den Papst führte. Nach dem Niedergang des Hauses der Hohenstaufen und einem Edikt des Papstes gegen die Pisaner, Bedrohung durch die Herren von Anjou und Niederlage in Kämpfen gegen die Florentiner, war für die Genueser der Zeitpunkt gekommen, Pisa erneut anzugreifen und definitiv zu schlagen, in der Schlacht von Meloria im Jahre 1284 wurde die Hälfte der pisanischen Schiffe zerstört. Die kommenden Jahrhunderte waren geprägt von Auseinandersetzungen mit Genua, der Stadt Florenz und Lucca und im Innern zwischen den Vertretern des Grafen und des Erzbischofs. 1406 wurde Pisa erneut von Florenz belagert und nach einem Verrat eingenommen, nach dem Wiedererstarken der Stadt und Ausbau der Universität wurde Pisa 1499 bis 1509 wiederholt von den Florentinern belagert und geriet definitiv unter die Herrschaft von Florenz. Zahlreiche Pisaner Familien verliessen die Stadt, die Florentiner bauten die neue Zitadelle und renovierten die durch einen Brand von 1595 stark in Mitleidenschaft genommene Kathedrale. Als berühmtester Sohn der Stadt wurde 1564 Galileo Galilei als Sohn einer Florentiner Patrizierfamilie geboren, später wirkte der Universalgelehrte, Mathematiker, Physiker und Astronom in Florenz.

Pisa wurde nun als Teil des Herzogtums resp. Grossherzogtums Toskana von Florenz aus durch die Medici regiert. Mit dem Aussterben des Geschlechts der Medici gelangte das Grossherzogtum Toskana an Habsburg - Lothringen, fortan waren österreichische römisch - deutsche Kaiser die neuen Herren der Toskana und somit auch von Pisa. Nach 1799 zogen französische Truppen in die Toskana ein, nach 1814 wurden die habsburgischen Grossherzoge wieder eingesetzt und regierten die Toskana, bis sie 1860 dem Königreich Sardinien - Piemont einverleibt wurde. Ab 1861 gehörte die Stadt zum Königreich Italien, zunächst unter Florenz als provisorischer Herrschaft, später unter Rom.

Im Zweiten Weltkrieg war Pisa als Eisenbahnknotenpunkt Ziel heftiger Bombardemente durch die Alliierten Truppen, bis die Stadt am 2. Sept. 1944 von der faschistischen Herrschaft befreit wurde.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Pisa besitzt mit dem nach Galileo Galilei benannten internationalen Flughafen (IATA CodePSA), den wichtigsten Airport in der Region. Er wird u.a. von Lufthansa, Germanwings, Air One, Ryanair, Easy Jet, Wizzair, Norwegian, Transavia und Delta Airline angeflogen. Der Flughafen ist ganz in der Nähe der Stadt gelegen (bis zum Zentrum ca. 4 km) und mit öffentlichen Verkehrsmitteln z.B. mit dem Bus (LAM rot) schnell und unkompliziert erreichbar. (Mehr Informationen über diesen Flughafen stehen im Artikel Flughafen Pisa ).

Mit der Bahn / mit dem Bus

Pisa hat den Hauptbahnhof Template:Marker und einen zweiten, kleineren Bahnhof Template:Marker . Der Hauptbahnhof liegt nahe dem Zentrum, zu Fuss etwa zwanzig Minuten vom Domplatz entfernt (erreichbar auch mit LAM Bus, rote Farbe). Vom Hauptbahnhof kann man die wichtigsten Städte der Toskana (Florenz, Lucca, Siena und Livorno) bequem erreichen. Ebenso entfernter gelegene Ziele wie Rom, Mailand, Genua oder Turin.

Zugfahrplan: www.ferroviedellostato.it oder www.trenitalia.com

Auf der Straße

Pisa ist an die Autobahn Template:RSIGN Genova-Livorno (Ausfahrt Pisa Centro) und die Autobahn Template:RSIGN Firenze - Mare (Ausfahrt Pisa Nord) angebunden. Livorno und Florenz sind zudem über die gebührenfreie Schnellstrasse S.G.C. FI-PI-LI erreichbar. Andere Hauptstraßen sind die Template:RSIGN Via Aurelia (nach Viareggio und Versilia), die Template:RSIGN (nach Süden) und die Template:RSIGN (nach Lucca).

Zur Hauptsehenswürdigkeit, der Piazza dei Miracoli mit dem Duomo und dem weltberühmten schiefen Turm gelangt man recht bequem von Norden her über die Template:RSIGN Via Aurelia > Via Ludovico Muratori > Via Pietrasantina, ein kostenpflichtiger Template:Marker liegt in bequemer Gehdistanz. Bei Einfahrt erhält man einen Plastikchip mit gespeicherter Einfahrtszeit, vor Ausfahrt muss der Betrag (2.50€/h) im Kassenhäuschen beglichen werden (8/2017 waren die Automaten defekt).

Mit dem Schiff

Pisa kann per Fähre über Livorno (20km) erreicht werden.

Mobilität

Template:Mapframe

Sehenswürdigkeiten

File:Duomo of the Archdiocese of Pisa.jpeg
Piazza dei Miracoli mit der Kathedrale
File:Kapelle in Pisa IMG 5109.JPG
Santa Maria della Spina

mini|Chiesa di San Paolo a Ripa

File:597PisaSNicola.JPG
Chiesa di San Nicola

mini|Chiesa di Santo Stefano dei Cavalieri

  • Piazza del Duomo (Domplatz), auch Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) mit dem Schiefen Turm und dem Dom ist unzweifelhaft das erstrangige touristische Ziel Pisas und dementsprechend von Touristen überlaufen. Der Template:Marker Dom Santa Maria Assunta wurde im romanisch-pisanischen Stil ab 1063 erbaut, bei seiner Weihe im Jahr 1118 war er noch nicht vollendet. Mit dem Bau des Template:Marker, Schiefen Turms wurde 1173 begonnen, er wurde 1372 fertiggestellt. Das Template:Marker wurde erbaut in der Zeit von 1152 bis 1394, es ist die größte christliche Taufkirche der Welt. Sehenswert auch der Template:Marker, Friedhof links neben den Dom.
Das gesamte Ensemble gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wer den Turm besteigen möchte, sollte sich rechtzeitig online um Tickets bemühen. Karten gibt es bei Opera della Primaziale Pisana (OPApisa), man erhält sie für ein bestimmtes Zeitfenster bis zu 20 Tage im Voraus. Der Turm ist in der Regel von 9:00-20:00 Uhr geöffnet, alle Viertelstunde darf dann eine Gruppe die 251 Stufen nach oben gehen. Beim Besuch Zeit für die Sicherheitskontrollen einplanen; Taschen etc. sind unten zu deponieren.
Neben dem Dom ist noch das Template:Marker, es ist untergebracht im ehemaligen Spedale della Misericordia. Unter einer Sinopia versteht man übrigens eine ockerfarbene Zeichnung auf einem Karton, die als Entwurf für ein Fresko oder Relief diente und deren Umrisse durch Perforationen mit Hilfe von Kohlestaub auf den Untergrund durchgepaust wurde. Ein weiteres Museum ist das Template:Marker. Auch für das Baptisterium, den Friedhof und die Museen sind Karten bei OPApisa erhältlich, der Besuch des Doms ist kostenlos.
Script error: No such module "vCard".

Abseits dieses von Touristen überlaufenen Platzes entdeckt man eine idyllische Universitätsstadt (Altstadt). Hier kann es einem passieren, dass man von einer Nonne, die man nach einem bestimmten Restaurant fragte, dorthin gebracht wird. Nicht zu verfehlen sind hier die Lungarni (Uferpromenade entlang des Flusses Arno), die Piazza dei Cavalieri, der Palazzo Blu, die Chiesa della Spina oder das Museo Nazionale di san Matteo e Palazzo Reale.

Kirchen

  • Template:Marker wurde 1250/1326 im gotischen Stil erbaut und gehörte zunächst zu einem Hospiz.
  • die kleine Kirche Template:Marker am Ufer des Arno wurde ab 1230 im gotischen Stil erbaut und musste im 15. Jhdt. erneuert werden.
  • Template:Marker stammt aus dem 11./13. Jhdt. und wurde im Bereiche eines älteren Gotteshauses im romanischen Stil errichtet. nach schweren Bombenschäden musste sie restauriert werden.
  • Template:Marker: als Abbild der achteckigen Grabeskirche in Jerusalem wurde das Gotteshaus im 12. Jhdt. unter Diotisalvi errichtet.
  • Template:Marker ist ein Barockbau aus dem 16. Jhdt.
  • Template:Marker, der gotische einschiffige Bau aus dem 13./16. Jhdt. beherbergt u.a. das Grab des Grafen Ugolino della Gherardesca.
  • Template:Marker wurde im romanischen Stil im 12. Jhdt. begonnen, die Vollendung erfolgte im Barockstil des 17. Jhdt.
  • Template:Marker ebenfalls im 13. Jhdt. im romanischen Stil begonnen und im Berockstil vollendet, auffallend ist der Campanile.

Burgen und Palazzi

Museen

  • Script error: No such module "vCard".
  • Template:Marker, ältester botanischer Garten der Welt (1543).

Aktivitäten

  • Besichtigung der Piazza dei Miracoli mit dem Duomo und dem weltberühmten schiefen Turm (Tickets frühzeitig vorbestellen), in bequemer Gehdistanz vom Parcheggio di Piazza dei Miracoli und vom Hauptbahnhof gelegen; ein Kurzbesuch bietet sich an, wenn man zur Fähre nach Livorno unterwegs ist und noch etwas Zeitreserve eingeplant hat.
  • Baden an den Stränden der als Vororte zu Pisa gehörenden reinen Badeorten Template:Marker, Template:Marker und Template:Marker - im Sommer enormer Trubel mit Strandkneipen, Lidi (mit den obligaten Sonnenschirm- und Liegenverleihs) und die Straßen querenden Badegästen. Ein Badebus verkehrt ab Pisa direkt den Stränden entlang.

Einkaufen

Küche

Nachtleben

Unterkunft

Hier die offizielle Webseite für Touristen

Lernen

In Pisa finden sich mehreres Sprachschulen, in denen man Italienisch lernen kann, so unter anderem:

  • Istituto Linguistico Mediterraneo, Via C. Battisti 3, Tel.: +39 050 500399, Fax: +39 050 48157, E-Mail. Seit 1981 eine der ersten Sprachschulen für Italienisch in Italien und in der Toskana. Bietet Italienischkurse für Ausländer, Semester-, Sommer-, und Sprachferienprogramme, Einzelunterricht, Intensivkurse, Koch- und Kunstkurse. Diese Schule ist von der Stadt Hamburg als Bildungsurlaubsstätte anerkannt.

Arbeiten

Sicherheit

Pisa ist, wie die Toskana überhaupt, relativ sicher. Dennoch sollte man die überall gültigen Sicherheitsvorkehrungen besonders in touristischen Ballungszentren, wie z.B. gegenüber Taschendieben, nicht außer acht lassen.

Gesundheit

Praktische Hinweise

Ausflüge

In der Nähe liegt die mittelalterische Stadt Lucca. Lucca kann man schnell mit dem Zug erreichen.

Dicht bei Pisa liegt der Ort Calci mit einem Kloster, in dem auch das Naturkundemuseum (Museo di Storia Naturale e del Territorio) der Universität Pisa untergebracht ist. Calci ist von Pisa mit Linienbussen (Linie 160 Richtung Tre Colli) einfach zu erreichen.

Literatur

Weblinks

Template:Class-3 Template:Unesco

Script error: No such module "geoData".

{{#isin:Westtoskana}}Kategorie:Westtoskana