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Nijmegen

Script error: No such module "Quickbar Ort". Nahe der Grenze zu Deutschland liegt Nimwegen (niederländisch: Nijmegen), die größte Stadt in Gelderland und die zehntgrößte in den Niederlanden.

Hintergrund

Nimwegen gehört zu den Städten, die sich als älteste Stadt der Niederlande bezeichnen und feierte 2005 sein 2000-jähriges Bestehen. Während des Römischen Reichs war Nijmegen Bestandteil des Limes, der Grenze zum (in den Augen der Römer) weniger zivilisierten Germanien. In Nijmegen, Standort der 10. Legion, war auf einem Hügel an der Waal ein großes Legionslager Noviomagus errichtet worden. Bei Ausgrabungen werden noch regelmäßig Gegenstände aus der Römerzeit gefunden. Im Mittelalter wurde die Stadt zu einem wichtigen Zentrum des Fränkischen Reichs. Später wurde sie wichtigste der vier geldrischen Hauptstädte und außerdem Mitglied der Hanse. Im 80jährigen Krieg (1578-1648), dem Befreiungskrieg gegen die Spanier, wurde Nijmegen mehrmals belagert und von unterschiedlichen Truppen eingenommen. Seit 1591 war es fest in niederländischer (protestantischer) Hand, der katholische Glauben wurde damit illegal. Erst mit der Durchsetzung der Ideale der Französischen Revolution wurde auch der katholische Glauben wieder zugelassen und als Folge der katholischen Emanzipationsbewegung in den südlichen Teilen der Niederlande wurde 1923 eine Universität mit katholischem Hintergrund, die Katholieke Universiteit Nijmegen, die heutige Radboud Universiteit Nijmegen, gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges lag Nijmegen regelmäßig in der Feuerlinie. Während eines alliierten(!) Bombardements am 22. Februar 1944 wurde die Innenstadt schwer beschädigt.

Die Nijmegener Benedenstad (die mittelalterliche Unterstadt an der Waal) war nach dem Zweiten Weltkrieg, obwohl größtenteils unzerstört geblieben, wegen vieler bereits abgerissener, andererseits einem großen Anteil äußerst erbärmlich ausgestatteter Wohnungen ohne Sanitär in einem derart schlechten Zustand, dass 1972 ein groß angelegter Abriss und Wiederaufbau beschlossen wurde. Viele Menschen wehrten sich damals gegen diesen Kahlschlag, sahen sie hierin doch eine bewusste Zerstörung preiswerten Wohnraums. Sie hatten insofern einen späten Erfolg, als 1975 die Benedenstad zum "geschützten Stadtbild" ausgerufen wurde, doch zu dem Zeitpunkt waren viele mittelalterliche Bauten bereits der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Nur Teile einiger Straßen sind noch im ursprünglichen Zustand erhalten und restauriert. Doch statt der ursprünglich geplanten noblen Bebauung wurden die historisch angepassten Neubauten meist als Sozialwohnungen errichtet, die der Benedenstad einen zwar neuen, aber doch wieder unverwechselbaren Charakter geben.

Anreise

Flughäfen

Mit der Bahn

  • Es bestehen nach Nijmegen regelmäßige (halbstündliche) Direktverbindungen, mit IC nach Den Helder (2:45 Stunden Fahrtzeit) über Utrecht und Amsterdam (1:30 Stunden Fahrtzeit), nach Schiphol über Utrecht (55 Minuten Fahrtzeit), nach Roosendaal (1:20 Stunden Fahrtzeit) über Tilburg (45 Minuten Fahrtzeit), sowie nach Zwolle (1:30 Stunde Fahrtzeit) über Arnheim (15 Minuten Fahrtzeit). Nahverkehrszüge (ebenfalls im 30-Minuten-Takt) gibt es nach ’s-Hertogenbosch (45 Minuten Fahrtzeit), Zutphen über Arnheim, Roermond (1:15 Stunde Fahrtzeit) über Venlo (1 Stunde Fahrtzeit), und in der Hauptverkehrszeit nach Venray.
  • Verbindungen aus Norddeutschland werden über Oberhausen oder Enschede und Arnheim geführt; aus Süddeutschland geht es am schnellsten über Düsseldorf oder Mönchengladbach und Venlo.
  • Weitere Direktverbindungen bestehen ab Arnheim (15 km entfernt)
  • Nächstgelegener Haltepunkt im deutschen Streckennetz ist Kleve in 28 km Entfernung, seit Einstellung des Nahverkehrs über Groesbeek und Kranenburg (2. Juni 1991) ist die Strecke allerdings unterbrochen. Nächster ICE-Halt ist Oberhausen in ca. 80 km Entfernung.

Mit dem Bus

Aus Emmerich am Rhein fährt regelmäßig der Schnellbus der NIAG Template:Bahnlinie. Die Fahrt dauert 75 Minuten.

Auf der Straße

Aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet fährt man am besten über die deutsche Template:RSIGN sowie in den Niederlanden über die Template:RSIGN und Template:RSIGN. Verkehr aus dem Norden kommt über Arnheim. Von Kleve aus führen die Template:RSIGN und die Template:RSIGN direkt nach Nijmegen.

Mit dem Schiff

Nijmegen liegt an der Waal, dem südlichen - und größeren - Arm des Rheins. Die Waal ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas. Über den Maas-Waal-Kanaal ist die Stadt mit der Maas verbunden.

Im Sommer gibt es einen Linienverkehr mit dem Schiff.

Mobilität

Das öffentliche Verkehrsnetz in Nijmegen besteht aus Eisenbahnverbindungen der Nederlandse Spoorwegen und des privaten Betreibers Veolia sowie Regionalbussen von Hermes, Connexxion, Veolia, NIAG und Arriva. Der Stadtverkehr wird von der stadteigenen Novio (auch auf Englisch) mit Bussen betrieben. Nijmegen hat vier Bahnhöfe: Nijmegen (Zentrum), Nijmegen Dukenburg, Nijmegen Heyendaal und Nijmegen Lent,

Der zentrale Bahnhof Nijmegen ist der wichtigste Knotenpunkt für das öffentliche Verkehrsnetz von Nijmegen. Von hier aus fahren Intercitys und Nahverkehrszüge. Am Bahnhof befindet sich der Busbahnhof, der von allen Stadtbus- und Regionalbuslinien angefahren wird. Der Bahnhof liegt in fußläufigem Abstand zur Innenstadt.

Der Haltepunkt Dukenburg befindet sich im Stadtviertel Dukenburg im Westen von Nijmegen. Die Station Dukenburg bildet einen kleinen Verknüpfungspunkt. Hier hält ein Nahverkehrszug und befindet sich der Busbahnhof Dukenburg. Das Einkaufszentrum Dukenburg befindet sich in fußläufigem Abstand.

Der Haltepunkt Heyendaal befindet sich in dem Stadtteil Heyendaal und in fußläufigem Abstand zur Radboud Universität Nijmegen, dem Nijmegener Standort der Hogeschool Arnhem Nijmegen, dem Universitätsklinikum Universitair Medisch Centrum Sint Radboud und den Studentenwohnheimen Hoogeveldt und Sterrenbosch. Für diese Fahrgäste fährt auch der Heyendaalshuttle, eine Schnellbuslinie ab dem Bahnhof Nijmegen.

Die Station Lent befindet sich im Dorf Lent inmitten des neuen Stadtteils Waalsprong.

Außerdem befindet sich auf dem Plein 1944, im Zentrum Nijmegens, noch eine zentrale Bushaltestelle, die dem Stadtzentrum eine gute Verbindung zum Umland gibt.

Karte des Busnetzes für Nijmegen

Sehenswürdigkeiten

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Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

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Ihre Geschichte lässt sich auf das 7. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Gründung der Kirche ist vermutlich auf die Bekehrungskampagne des Bischofs Kunibert von Köln im 7. Jh. zurück zu führen. Nachdem Nijmegen 1247 an den Grafen von Gelre verpfändet worden war, wurde die Stevenskirche aus strategischen Gründen vom Kelfkensbos zum heutigen Standort, der sogenannten Hundisburg, verlegt. Die heutige Kirche wurde 1273 von Albertus Magnus geweiht. Die Kirche war über lange Zeit die einzige Pfarrkirche der Stadt. Das Bauwerk wurde zwischen dem 13. und dem 16. Jh. wiederholt erweitert, unter anderem mit einem eindrucksvollen Chorumgang. 1591 kam die Kirche endgültig in protestantische Hände, abgesehen von einem katholischen Intermezzo um 1670. Nur der Turm ist städtisches Eigentum. Die Kirche wurde während des Bombardements von 1944 schwer beschädigt, jedoch bis 1969 wieder aufgebaut. Heute wird das Gebäude vor allem für ökumenische Gottesdienste, Orgelkonzerte auf der berühmten ‘’Königorgel’’, und Ausstellungen genutzt.

  • Bei der Sint-Nicolaaskapel oder Valkhofkapelle handelt es sich um eine um 1030 auf dem Valkhof gebaute Kapelle. Kaiser Karl der Große ließ an dieser Stelle im 8. Jh. eine Pfalz bauen, die in den folgenden Jahrhunderten erweitert wurde. 1030 ließ wahrscheinlich Kaiser Konrad II die Kapelle errichten. Dabei wurden Reste der karolingischen Pfalzkapelle verwendet.
Die Aachener Pfalzkapelle diente diesem Bauwerk als Vorbild, was insbesondere an der besonderen 16-eckigen Form der Kapelle sichtbar ist. In der Mitte der Kapelle befindet sich ein offener achteckiger Raum. Die Kapelle ist der einzige noch existierende romanische Zentralbau in den Niederlanden. Das Portal zeigt Einflüsse der karolingischen Architektur und ist wahrscheinlich der älteste Teil der Kapelle. Das äußere Mauerwerk wurde mehrmals verändert, während der achteckige Kern mit einem Verteidigungsturm erhöht wurde.
Die Kapelle wird heute u. a. für griechisch-orthodoxe Gottesdienste verwendet.
Öffnungszeiten: 1.4.-15.10: mi+so 14-16 h. Ostermontag, 30.4., Himmelfahrt und Pfingstmontag: 14-16 h sowie an den Tagen des Offenen Denkmals (12. + 13. 9. 09)
  • Auf dem Valkhof befinden sich auch noch Überreste der Apsis der Sint-Maartens-Kapelle, die aus dem 12. Jahrhundert stammt.
  • An einem kleinen Platz an der Papengas, am Glashuis 4, steht die kleine Sint-Jacobskapel aus dem 15. Jh. Der gotische Backsteinbau ist ein Überbleibsel des St. Jakob-Spitals, das 1438 gegründet wurde und sich bis an die Bottelstraat ausstreckte. In dem Spital konnten Pilger, die unterwegs waren zum spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela, essen und übernachten. Außerdem wurden arme und kranke Pilger in einem Armenhof versorgt, der an der Westseite an der Kapelle angebaut war . In der Kapelle selbst stand ein Altar, der St. Jakob geweiht war, dem Schutzheiligen von Santiago de Compostela.
1592, als Nijmegen zur protestantischen Seite wechselte, wurde die Ausübung des katholischen Gottesdienstes verboten. Dies hatte zur Folge, dass im St-Jakobs-Spital keine Pilger mehr aufgenommen wurden. Das Spital wurde in der Folgezeit anders verwendet, unter anderem als Militärhospital und als Pesthaus. Seit 1659 wurde eine Glasbläserei in dem Gebäude betrieben. Nicht sonderlich erfolgreich, denn 1671 wurde das letzte Glas geblasen. Die Erinnerung an die Glasbläserei blieb allerdings im Namen der Gasse, an der die Kapelle liegt, lebendig: Glashuis.
Anschließend wurde die Kapelle u. a. Als Lagerhaus für Wein, Heu und Torf verwendet und im 18. Jh. wurde das Gebäude sogar zu einer Art Stadtbauernhof umgebaut. samt Kuhstall und einer darüber liegenden Wohnung. Die Kapelle verfiel stets mehr, während der Rest des ursprünglichen Spitals schon vollständig verschwunden war.
1965 wurde die Kapelle restauriert und St. Gertrudis, der ältesten Schutzheiligen von Nijmegen, geweiht. Die Kapelle wird noch stets für katholische Gottesdienste benutzt. Es finden aber auch regelmäßig Kunstausstellungen statt. jacobskapelnijmegen.nl Keine Öffnungszeiten bekannt.
  • Mariënburgkapel, Mariënburg 26. Um 1431 wurde die Mariënburgkapel als Teil eines Klosterkomplexes gebaut, der zu jenem Zeitpunkt noch außerhalb der Stadtmauern lag. 1467 wurde der Komplex in die Befestigung einbezogen, blieb aber noch einige Jahrhunderte abgesondert von der geschäftigen Stadt. Die meisten Klostergebäude wurden 1820 abgerissen, als die Vorbereitungen für den Bau des Arsenals begannen. Erst ab 1910 stand die Kapelle völlig frei mitten auf dem Platz, der auch den Namen Mariënburg erhielt.
Die Mariënburgkapel ist eine Doppelkirche, deren westlicher Teil aus zwei Stockwerken besteht. Unten konnten die Laien den Versammlungen folgen, oben standen die Nonnen. Es ging darum, dass Schwestern und Laien einander so nicht sehen konnten.
Die Kapelle hat nicht lange als solche gedient. Das mittelalterliche Bauwerk hat im Lauf der Zeiten unter andrem als Kaserne, Theatersaal, Lagerhaus und Baumwoll- und Garnspinnerei gedient. Das verfallene Gebäude wurde 1910 restauriert. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude lange Zeit als Archiv genutzt, derzeit wird es als Ausstellungssaal verwendet. Es sind keine Öffnungszeiten bekannt.
  • Die Kirche von St. Antonius Abt (Dennenstraat 125) wurde 1880 in neogotischem Stil erbaut. Entworfen wurde sie vom bekannten Architekten P.J.H. Cuypers, der unter anderem auch das Rijksmuseum in Amsterdam baute. Der Kirchturm, dessen Spitze mit Schiefer bedeckt ist, hat eine Höhe von 60 m. In der Kirche befindet sich ein Kreuzbild aus dem 15. Jh., das bis 1815 in einem Dominikanerkloster im deutschen Kalkar hing. Die prächtigen bleiverglasten Fenster der St. Anthonius Abt wurde alle zwischen 1880 und 1925 angebracht. Ihre Motive sind den so genannten „Geheimnissen des Rosenkranzes“ entlehnt.
  • Das Bisschop Hamerhuis, Verlengde Groenestraat 75, wurde 1923 als Studienhaus für die Pater von Scheut gebaut. Diese Scheutisten missionierten zur Jahrhundertwende vom 19. auf das 20. Jahrhundert in China. Obiges Gebäude wurde nach einem vn ihnen benannt, dem 1900 in China ermordeten Bischof F. H. Hamer.
Besonders auffällig ist die zwei Stockwerke zählende Pagode, die aus dem Dach hervorsticht und deutlich die Verbindung der Scheutisten mit China betont. Das Gebäude ist ansonsten ziemlich schlicht und Verzierungen wurden auf den Eingangsbereich beschränkt.
Gegenwärtig ist das Haus Eigentum der Universität und wird von der Hogeschool Arnhem Nijmege genutzt.
  • Wo im Stadtteil Hees die Korte Bredestraat auf den Schependomlaan trifft, steht die aus der Mitte des 16. Jh. Stammende Petruskerk. Diese wurde in gotischem Stil erbaut und ist seit 1603 im Besitz der Niederländisch Reformierten Gemeinde. Die Glocke im Uhrwerk des Turms stammt von 1574 und hing ursprünglich in der Sint-Nicolaas-Kapelle auf dem Valkhof. Die Petruskirche hat verschieden Katastrophen überstanden. In einem Seitenwand ist ein Stein eingemauert, der an eine Überströmung im Februar 1799 erinnert. 1942 wurde das Mittelschiff der Kirche von einer Bombe zerstört. Sechs Jahre später begann die Renovierung und zugleich Erweiterung der Kirche. In der Kirche befindet sich eine Orgel aus der Mitte des 19. Jh. Sowie einige Grabsteine des 17. Jh. Zwischen 1835 und 1850 diente die Kirche als Schulgebäude. Heute ist die Kirche noch als protestantische Kirche in Gebrauch (also meistens geschlossen), aber es finden regelmäßige Orgelkonzerte statt.
  • An der Dorpsstraat 112 im Stadtteil Neerbosch steht eine kleine weiße Kirche. Neerbosch war ursprünglich ein kleines lang gezogenes Dorf, das in den 1920er Jahren vom Maas-Waal-Kanal durchschnitten wurde und seit den sechziger Jahren von den Nijmegener Stadterweiterungen verschluckt wurde. Die Kirche wurde Ende des 14. Jh. Gebaut und hat seitdem nur wenig einschneidende Veränderungen erlebt. Die Kirche war Antonius Abt geweiht, bis die Protestanten sie 1591 von den Katholiken übernahmen. Heutzutage finden keine Gottesdienste mehr statt. Gegenwärtig befindet sich in dem Kirchengebäude ein Ausstellungsraum für liturgische Gewänder.
  • An der Nordseite der Nonnenstraat stehen nebeneinander die Synagoge und die Schule der Jüdischen Gemeinde. Die Synagoge wurde 1756 erbaut und ihr Eingang stammt von 1798. In den Jahren 1872 und 1873 wurde links davon eine Schule gebaut, die mit ihren runden Formen einen etwas orientalischen Touch hat.
Der Großvater von Karl Marx, Isaac Presburg, war zu Beginn des 19. Jh. Vorsänger in der Synagoge.
1913 verlor die Synagoge ihre Funktion, als die neue Synagoge in der Gerard Noodtstraat eröffnet wurde - das heutige Naturmuseum. Das Gebäude tat jahrelang Dienst als eine Art Dependance des Stadtmuseums. 1999 bekam die Jüdische Gemeinde das Gebäude an der Nonnenstraat wieder zurück, nachdem es renoviert wurde.
  • 1913 vertauschte die jüdische Gemeinschaft ihre Synagoge an der Nonnenstraat mit einem neuen Gebäude an der Gerard Noodtstraat. Entworfen wurde es von Oscar Leeuw, der auch die „Vereeniging“ schuf. Bezeichnend für den Bau sind die runden Formen, die an unterschiedlichen Stellen wiederkehren. Das Gebäude wird von einem Kuppelturm gekrönt, der typisch ist für die orientalische Baukunst. Der Turm wird von vier kleineren Kuppeltürmchen eingerahmt..
In den beiden Steintafeln im oberen Teil des Turms werden in hebräischer Schrift die zehn Gebote wiedergegeben. Im Bogen über dem Eingang war ursprünglich ein Davidstern eingemeißelt, gegenwärtig ist eine Fackel, die weitergegeben wird, abgebildet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude, das als Sammelplatz für beschlagnahmte Radios verwendet wurde, schwer beschädigt. Ein großer Teil der Inneneinrichtung ging verloren. Nach der Befreiung wurde das Gebäude nicht mehr von der jüdischen Gemeinde benutzt. 1980 zog das Naturmuseum in das Gebäude ein. 1988 wurde der Bau restauriert. Öffnungszeiten des Naturmuseums siehe unter Museen.
  • Israelitischer Friedhof, Postweg 62.
Die jüdischen Nijmegener wurden in den vergangenen Jahrhunderten an unterschiedlichen Stellen begraben. 1683 wurde hinter dem Kloster ein jüdischer Friedhof eingerichtet. Er wurde 1961 eingeebnet, obwohl das Einebnen eines Friedhofs sehr den jüdischen Gebräuchen widerspricht. 1890 wurde an der Ecke Postweg/Kwakkenbergweg ein neuer jüdischer Friedhof angelegt, aber erst ab 1915 wurden hier Menschen begraben. Es dauerte danach noch bis 1921, dass hier die ersten, von Oscar Leeuw entworfenen Gebäude errichtet wurden.. Bei den zwei Backsteinbauten an beiden Seiten des Eingangs handelt es sich um die Aula (links) und die Dienstwohnung.
Für die Verzierungen der Fassaden wurde in erster Linie Backstein verwendet, Die Davidssterne an den Ecken sind aus Naturstein, ebenso der hebräische Text über dem Eingang des Friedhofs, der besagt, dass man das „Haus der Lebenden“ betritt.
Der Friedhof wird vollkommen von einer hohen Backsteinmauer umgeben, die im selben Stil wie die Gebäude gehalten wurde.

Burgen, Schlösser und Paläste

  • Huis Oosterhout, Waaldijk 49:
Der Ursprung des Hauses Oosterhout liegt bereits im 14. Jh., als die Herren von Bronckhorst hier das Schloss Notensteyn gründeten. Das mit Wassergräben befestigte Schloss wurde 1585 ein Raub der Flammen und später wieder aufgebaut. 1627 wurde das Schloss nach dem benachbarten Dorf Oosterhout benannt.
1809 brach der Waaldeich und wurde das Schloss vom strömenden Wasser zerstört. Haus Oosterhout wurde erneut wieder aufgebaut, doch 1820 wieder nach einem Deichdurchbruch zerstört. Erst zwanzig Jahre später wurde es- jetzt etwas weiter vom Fluss entfernt – in neoklassizistischem Stil mit Bauernhof erbaut.
1896, 1912 und 1932 ließen die Bewohner das Landhaus vergrößern und das Interieur wurde 1930 vollständig erneuert.
Zusammengerechnet umfasste das Landgut 159 ha, doch mit dem Bau der Nijmegener Wohnsiedlung Oosterhout wurde ein großer Teil davon verwendet. Das Landhaus und die jetzt noch bestehenden Waldgebiete blieben glücklicherweise erhalten.

In und um Nijmegen sind einige Villen und Chalets aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg erhalten, die sich sehr von dem in Deutschland verbreiteten Herrenhaustyp unterscheiden.

  • Doppelvilla, Berg en Dalseweg 146-148 (1909).
  • Wohnhäuser im englischen Landhausstil, Berg en Dalseweg 253-255 (1910-1911).
  • Chalet Brakkesteyn, Driehuizerweg 285 (1865) mit
  • Muschelhaus, (1928) Zum "Kinderspielhaus" umgebautes Kutschhaus des Landguts Brakkesteyn und
  • Dressurstall (1916)
  • Park
  • Woonhuis Berg en Eik, Eversweg 4 (1923-24).
  • Huize Heyendaal, Geert Grooteplein Noord 9 (1912). Heute Bürogebäude der Radboud-Universität.
  • Villa Oud-Mariënboom, Groesbeekseweg 424 (1875)
  • Villa 't Slotje, Neerbosscheweg 620 (1908).

In der weiteren Umgebung von Nijmegen sind zwei schöne Burgen erhalten geblieben.

  • Kasteel Wijchen , Wijchen, Kasteellaan 9. Tel: 024-6492223. Museum Wijchen Schloss Wijchen hat mit seinen viele Türmen und Spitzen etwas märchenhaftes an sich. Das Museum im oberen Stockwerk beschäftigt sich neben anderen Schlössern und Burgen in der Umgebung auch mit moderner Kunst und Archäologie. Der Museumsgarten bietet viele Informationen üner die Gschichte des Gartenbaus seit dem Mittelalter.
Öffnungszeiten: mi-so 13-17 h. Eintrittspreise: Erwachsene € 2,00; Senioren € 1,00; Kinder (-10) frei. MJK
  • Kasteel Doornenburg, Doornenburg, Kerkstraat 27. Tel: 0481-421456. Kasteel Doornenburg Mittelalter pur (13.Jh.) steht im äußersten Osten der Betuwe am Pannerdens Kanaal, dem kanalisierten Lauf des Niederrheins. Der Wohnturm mit Rittersaal und Kellergewölben ist typisch für jene Zeit. Auch die Vorburg und dier Schlossbauernhof sind komplett erhalten.
Führungen: April-Oktober 13.30, 14.30, 15.30 h. Im Juli und August gibt es zusätzlich Führungen di, mi, do 11.00, 13.30, 15.00 h und, wenn keine Aktivitäten des Museumscafés im Schloss stattfinden auch fr und sa um 13.30 und 15.00 h. Eintrittspreise: Kinder (-12) € 2,50; Erwachsene (13+) € 5,00.

Bauwerke

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Mühlen

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Denkmäler

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Museen

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Parks

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Verschiedenes

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Aktivitäten

Die Stadt Nijmegen brodelt - manchmal - von Aktivitäten. Hier ein kleiner, nicht unwichtiger, Überblick der wichtigsten Veranstaltungen.

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In der Umgebung von Nijmegen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur aktiven Entspannung.

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Einkaufen

Märkte

"Auf dem Markt ist dein Gulden ein Taler (NLG 1,50) wert", lautet eine bekannte niederländische Redensart. Märkte sind aber nicht nur preiswert, sondern auch gesellig. Vielleicht ist das der Grund, weswegen sie in den Niederlanden so verbreitet sind.

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Haupteinkaufsstraßen

In Nijmegen sind viele interessante Geschäfte. Die meisten sind in der Burchtstraat, Broerstraat und Marikenstraat zu finden. Das Einkaufszentrum (winkelcentrum) Molenpoort ist überdacht. Auch die Ringstraßen um die Innenstadt (u.a. Van Welderenstraat, In de Betouwstraat, Bloemerstraat, Stikke Hezelstraat und Lange Hezelstraat) haben viele interessante Geschäfte.

Küche

Günstig

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  • Von den 24 chinees-indische restaurants in Nijmegen gehören viele zu den günstigeren Essgelegenheiten der Stadt. Wobei auch hier günstig nicht schlecht heißen muss.

Mittel

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Gehoben

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Nachtleben

Die Stadt rühmt sich der größten Terrassendichte des Landes. Die Waalkade ist eine der schönsten Stellen Nijmegens. Mit geselligen Cafe's und Terrassen und Blick auf den regen Schifffahrtsverkehr auf der Waal. Nette Kneipen und Terrassen gibt es auch am Grote Markt, dem Koningsplein und am oberen Teil der Molenstraat.

Außerhalb des Zentrums gibt es einige große Diskotheken.

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Auch im Zentrum gibt es Discos und Dancefloors, z. B.:

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Unterkunft

Günstig

Mit günstigen Unterkünften sieht es mau aus in Nijmegen. Eine Jugendherberge gibt es nicht, die nächstgelegenen befinden sich in Arnhem und Kleve. Allenfalls Campingplätze sind für den kleineren Geldbeutel empfehlenswert.

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Mittel

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Lernen

In Nijmegen gibt es eine Universität und eine Fachhochschule (ndl.: HBO).

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Mit unseren deutschen Volkshochschulen lassen sich die Volksuniversiteiten vergleichen:

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Arbeiten

Die niederländische Arbeitsvermittlung ist privatisiert. Er gibt viele seriöse wie unseriöse Arbeitsvermittler. Eine Übersicht (ohne Bewertung) gibt es unter nijmegenonline.

Sicherheit

Die Polizeiregion Gelderland-Zuid besteht aus drei Polizeidistrikten.

  • Stad Nijmegen
  • De Waarden (Gemeinden Buren, Culemborg, Geldermalsen, Lingewaal, Maasdriel, Neder-Betuwe, Neerijnen, Tiel und Zaltbommel)
  • Tweestromenland (Gemeinden Beuningen, Druten, Groesbeek, Heumen, Millingen aan de Rijn, Ubbergen, West Maas en Waal sowie Wijchen)

Das Präsidium (Hoofdbureau van Politie) für diese Region ist auf der Stieltjesstraat 1 in 6511 AB Nijmegen.

Nur in Notfällen sollte die Rufnummer 112 verwendet werden. (Diese Nummer gilt übrigens auch für Feuerwehr und Notarzt.) In allen weniger dringenden Angelegenheiten soll die Nummer 0900 - 8844 benutzt werden.

Gesundheit

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Praktische Hinweise

Hauptpostämter stehen seit der Übernahme der niederländischen Post durch den TNT-Konzern auf der Abschussliste. Sie werden systematisch durch TNT-postwinkels ersetzt. Der für Nijmegen zuständige befindet sich auf der Bisschop Hamerstraat 2. Er ist von 8.00-18.30 h geöffnet. Auch am koopavond und samstags ist er geöffnet.

Postagenturen (postagentschappen) befinden sich in Supermärkten, Schreibwarenhandlungen, Buchhandlungen, Tabakgeschäften und Drogerien und sind am "TNT post" Logo erkennbar. Eine Postagentur hat die gleichen Öffnungszeiten wie der Laden, in dem sie sich befindet.

Ausflüge

  • Ooijroute 48 km lange Radroute durch den Ooijpolder zwischen Nijmegen und der deutschen Grenze, einem Gebiet mit einem großen Gegensatz an unterschiedlichen Landschaften. Vom ANWB ausgeschildert. Startpunkt: Nijmegen, Het Hollandsch-Duitsch gemaal (Punpwerk an der dt.-ndl. Grenze), Ubbergseweg 3.
  • Wijchense plattelandsroute Radtour von 50 km über Dünen und durch Flusslandschaften. Vom ANWB ausgeschildert. Startpunkt: Wijchen, Recreatiegebied De Berendonck, Panhuisweg 55. Tel: 024 6412570.
  • Molenroute Diese Mühlenroute von 26 km führt durch wald- und reliefreiche Landschaft. Vom ANWB ausgeschildert. Starpunkt: Overasselt, Restaurant/Pannekoekenhuis St. Walrick, Sint Walrickweg 5. Tel: 024-6221385.
  • Rhein-Waal-Route (west) 52 km lange Radroute über grüne Hügel und durch abwechslungsreiche Naturgebiete. Vom ANWB ausgeschildert. Startpunkt: Groesbeek, Gemeentehuis (Rathaus), Dorpsplein 1. Tel: 024-3996111.
  • Reichswaldroute Hügeliges Gebiet mit Äckern und Weiden. 27 km. Vom ANWB ausgeschildert. Startpunkt: Groesbeek, Gemeentehuis (Rathaus), Dorpsplein 1. Tel: 024-3996111.

Weitere Rad- und Wanderrouten sind bei den örtlichen Touristenbüros (VVV) erhältlich.

  • Deutsch-niederländisches Landschaftsentwicklungsgebiet De Gelderse Poort "Das Tor zum Gelderland" wie dieses Naturgebiet in deutscher Übersetzung heißt, dankt seinen Namen dem Durchbruch des Rheins durch die rund 100 m hohe Möräne, die während der vorletzten Eiszeit hier entstanden ist.Der Fluss strömt jetzt zwischen den Hügeln von Montferland und der Nijmegener Möräne und verzweigt sich in seine Arme Nederrijn, IJssel und Waal. Wechselnde Wasserstände und unbehindert strömende Flüsse machte die Gelderse Poort über Tausende von Jahren zu einer abwechslungsreichen Landschaften aus Flussläufen, Auenwäldern und Kiesbänken. Das Gebiet kennt eine reiche Flora und Fauna. Seit der Römerzeit prägte der Mensch dieses Gebiet: ein großer Teil der Auenwälder verschwand, die Flüsse wurden im Laufe der Zeit eingedeicht. Dadurch verschwanden viele Pflanzen und Tiere aus dem Gebiet. Vor rund zehn Jahren wurde von staatlicher und privater Seite ein Naturentwicklungsplan für die Gelderse Poort aufgestellt. Zuerst in der Milingerwaard wurde Platz geschaffen für Natur und Fluss.

Besucher und Infozentren gibt an mehreren Orten im Gebiet:

  • Nijmegen Naturmuseum (→ Museen)
  • Millingen aan de Rijn Rijndijk 5-6, Tel. 0481-434176. www.staatsbosbeheer.nl (nur auf Niederländisch). Öffnungszeiten: 1.4.-31.10.: di 14-17 h, mi-so 12-17 h; 1.11.-31.3.: sa + so 12-17 h
  • Huis Aerdt Herwen, Molenhoek 2. Tel: 0316 246505. www.geldersebezoekerscentra.nl Öffnungszeiten: 15.4.-31.10.: do-so 11-16 h
  • De Panoven (die Ziegelei), Zevenaar, Panovenweg 18 (800 m hinter dem Bahnhof Zevenaar). Tel: 0316-523 520. Panoven (auch auf Deutsch). Öffnungszeiten: Ganzjährig mi-so 10-16 h (an ft geschlossen).
Im "Panoven" befindet sich zugleich ein Ziegeleimuseum.
Besucherzentren in Deutschland:
  • Kranenburg Bahnhofstraße 15. Tel: 02826-91876-00. Besucherzentrum Kranenburg. Öffnungszeiten: di–fr 10–16 h; sa + so/ft 10–17 h (Nicht 24.12.-1.1., Karnevals- und Ostersonntag.) Eintrittspreise: Erwachsene € 2,00; Kinder (-14), Schüler, Studenten, Behinderte € 1,0; Familien mit Kindern € 5,00.
  • Keeken Spicker 45, Kleve. Tel: 02821-896879. Gelderse Poort.de. Öffnungszeiten: 1.4.-31.10.: di 14-18 h; sa + so/ft 11-18 h. 2.1.-31.3.: so 11-17 h. (im November und Dezember geschlossen).

Literatur

Weblinks

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