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Lille

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Lille gehört zu den attraktivsten Städten in Nordfrankreich. Lille wird "Liel" ausgesprochen.

Hintergrund

Bei vielen Menschen ist das Bild von Lille als graue Industriestadt noch tief verankert. Auch der Film "Willkommen bei den Sch´tis" aus dem Jahr 2008 (der im ca. 60km entfernten Bergues spielt) hat das Bild der Region nur bedingt verbessert. Tatsächlich war Lille lange eine Stadt der Textilarbeiter. Weitere industrielle Prägung brachte das nahegelegene Nordfranzösische Kohlerevier. In den letzten Jahrzehnten gelang Lille jedoch ein bemerkenswerter Wandel. 2004 war die Stadt Europäische Kulturhauptstadt und die Altstadt kann sich mit ihren hübschen Häusern gut mit anderen flandrischen Städten messen. Zudem ist Lille ein wichtiger Verkehrsknoten im Hochgeschwindigkeitsverkehr der europäischen Bahnen.

Mit ungefähr 100.000 Studenten und 4 Universitäten (Nummer 1 - 3 und die katholische Universität) sowie zahlreichen höheren Schulen ist Lille ein Zentrum der Bildung.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Lille verfügt über einen vergleichsweise kleinen Flughafen südlich der Stadt. Aus Deutschland und Österreich werden aktuell keine Direktflüge angeboten, Easyjet fliegt vier mal pro Woche von Genf nach Lille. Vom Flughafen fährt stündlich der "Navette" genannte Flughafenbus ins Zentrum. Abfahrten zu vollen Stunde am Bahnhof Flandres, zur halben Stunde am Flughafen vor dem Terminal, Einfache Fahrt 8 €, Hin- und Rückfahrt 10 €, Fahrtzeit ca. 20 Minuten.

Alternativ kann der Flughafen Paris-Charles de Gaulle (IATA CodeCDG) in Paris genutzt werden. Dieser ist zwar über 200 km entfernt, es bestehen jedoch ungefähr stündliche Verbindungen mit dem TGV direkt vom Flughafen nach Lille (Fahrzeit etwa eine Stunde). Die Flughäfen Brüssel-Zaventem (IATA CodeBRU) und Charleroi (IATA CodeCRL) liegen jeweils gut 100 km weit weg, allerdings mit schlechterer Bahnverbindung.

Mit der Bahn

Lille ist ein Zentrum des europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Der TGV verkehrt nach Paris und Brüssel, der Eurostar nach London und Brüssel. Die Fahrzeit von Paris nach Lille beträgt ca. 60 Minuten, von Brüssel eine gute halbe Stunde und von London ca. 90 Minuten. Leider sind die Verbindungen auch aus den westlichen Teilen Deutschlands noch nicht ideal, so beträgt die Fahrzeit ab Köln rund vier Stunden, ab Düsseldorf noch eine halbe Stunde mehr.

Die Hochgeschwindigkeitszüge halten größtenteils am neuen Bahnhof Template:Marker Lille Europe. Der rund 500 m entfernte eigentliche Hauptbahnhof Template:Marker Lille Flandres wird hingegen überwiegend vom Regionalverkehr genutzt. Von beiden Bahnhöfen kann man in kurzer Zeit zu Fuß die Innenstadt erreichen.

Mit dem Bus

Fernbusverbindungen bestehen in andere französische Städte, in die Benelux-Staaten und nach Köln. Die großen deutschen Fernbusanbieter haben Fahrten nach Lille im Programm, teilweise jedoch mit Umsteigen.

Auf der Straße

Autobahnen führen von Lille in alle Himmelsrichtungen. Die wichtigsten verbinden die Stadt mit Paris, Brüssel und Antwerpen. Die Fahrzeit nach Düsseldorf oder Köln beträgt beispielsweise ohne Stau etwa dreieinhalb Stunden.

Mobilität

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Viele der Sehenswürdigkeiten liegen in der Innenstadt, die man zu Fuß erkunden kann. Es gibt jedoch auch ein gutes öffentliches Nahverkehrssystem, das den gesamten Großraum Lille erschließt. Herzstück ist die Metro. Zwei Linien durchqueren die Stadt, ergänzt durch zwei Straßenbahnlinien. Der zentrale Knoten ist der Hauptbahnhof. Die U-Bahn fährt in kurzer Zugfolge, in den Spitzenzeiten kommt fast jede Minute ein Zug, dennoch können die Züge im Berufsverkehr überfüllt sein. Der Betrieb endet kurz nach Mitternacht. Fahrkartenautomaten findet man in den Bahnstationen und an wichtigen Bushaltestellen. Eine einfache Fahrt kostet 1,60€, eine Tageskarte 4,80€. Das Kurzstreckenticket (genannt "ZAP") erlaubt eine Fahrt bis zu drei Haltestellen mit der Bahn für 1,00€ (gilt nicht im Bus!). Man benötigt eine wiederaufladbare Karte, genannt "Pass Pass". Diese kostet einmalig 0,20€ Aufpreis. Es ist möglich, dass mehrere Personen eine Fahrkarte nutzen. Bevor man den Bahnsteig betritt hält man die Karte an den Entwerter, bis ein Piepton ertönt. Möchte man weitere Personen mitnehmen hält man die Karte erneut an den Entwerter und wählt nun auf dem Bildschirm die Zahl der Personen aus. Im Gegensatz zu anderen französischen Städten gibt es keine Bahnsteigsperren. Weitere Informationen (auf französisch) bietet die Website des Betreibers Transpole.

Sehenswürdigkeiten

Alte Börse Oper

Stadtzentrum

Lille ist berühmt für seine Museen, die über die ganze Stadt verteilt liegen. Jedoch bietet auch die Altstadt dem Besucher einiges zum Betrachten. Insbesondere die reich verzierten Stuckfassaden der Häuser sind einen gemächlichen Spaziergang wert.

Der Kern der Altstadt ist der Template:Marker, Place du General de Gaulle . Er ist - groß wie ein Fussballfeld - umstanden von interessanten Gebäuden. Als das schönste Gebäude der Stadt gilt allgemein die Alte Börse (Vielle Bourse). Sie wurde Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet und ist an allen vier Seiten opulent mit Stuck besetzt. Eine Besichtigung der Räumlichkeiten ist leider nicht möglich, es lohnt jedoch ein Blick in den Innenhof. In diesem findet an mehreren Tagen der Woche ein Flohmarkt mit vor allem antiquarischen Büchern statt. Gegenüber der Börse wurde im Jahr 1845 eine Säule in Erinnerung an die Schlacht von Lille (1792) errichtet. Damals gelang es den französischen Truppen, die Stadt gegen ein Österreichisch-Habsburgisches Heer zu verteidigen. Die Statue zeigt eine unbekannte Frau, die allgemein einfach die "Göttin" genannt wird. Ein weiteres sehenswertes Gebäude ist das Théâtre du Nord an der Südostseite des Platzes. Das 1717 errichtete Gebäude wird seit 1989 als Theater genutzt, ursprünglich war es der Sitz der Garde der Stadt.

Hinter der Alten Börse liegt der Template:Marker, Place du Théâtre . Das auffälligste Gebäude ist die Handelskammer mit ihrem hohen Belfried. Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jhds. im historischen flandrischen Stil errichtet. Die prachtvolle Empfangshalle wird von einer gläsernen Kuppel überspannt. Neben der Handelskammer befindet sich die Oper. Auch sie wurde vor gut 100 Jahren errichtet. Die Oper wurde um die Jahrtausendwende aufwändig restauriert und erscheint heute in altem Glanz. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes neben der Alten Börse findet man 14 reich verzierte Gebäude. Diese Rang de Beauregard genannte Häuserzeile wurde Ende des 17. Jhds. errichtet.

Der dritte bedeutende Platz im Zentrum der Stadt ist der Template:Marker . Der Name stammt vom Palais Rihour (in dem sich auch die Touristeninformation befindet), einem Palast burgundischer Herrscher aus dem 15. Jhd. Im Gebäude befinden sich unter anderem mehrere sehenswerte Bleiglasfenster.

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

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  • Église Sainte-Catherine
  • Église Sainte-Marie-Madeleine
  • Église Saint-André
  • Église Saint-Étienne
  • Église Saint-Michel
  • Église Saint-Sauveur
  • Église du Sacré-Cœur

Burgen, Schlösser und Paläste

Zitadelle von Lille

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  • Palais Rameau
  • Die Stadttore, Porte de Dunkerque, Porte de Paris, Porte de Roubaix und Porte de Gand
  • Noble Tour

Bauwerke

mini|Rathausturm

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  • Hospice Comtesse
  • Hospice Gantois
  • Gare de Lille - Flandres der alte Stadtbahnhof von 1892, auch das moderne Gegenstück Gare de Lille - Europe von 1993 (Euralille) ist sehenswert.

Museen

Insbesondere seit dem Titel Kulturhauptstadt Europas 2004 legt Lille großen Wert auf seine Kunstmuseen, die entsprechende finanzielle Unterstützung erfahren.

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  • Musée Charles de Gaulle
  • Musée d´Arts Populaires de Lille-Sud
  • Musée de l`Hospice Comtesse
  • Musée de l´Institut Pasteur
  • Musée des Cannoniers Sédentaires
  • Musée d´Histoire Naturelle et de Géologie
  • Musée Diocésan d´Art Religieux
  • Musée Industrial et d´Ethnologie
  • Palais Rihour


Parks

Der Jardin Vauban im Frühling

Für die lokale Bevölkerung ist der Bois de Boulogne rund um die Zitadelle einer der wichtigsten Parks der Stadt, touristisch sind jedoch die kleineren Anlagen interessanter.

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  • Jardins communautaires
  • Jardin des plantes
  • parc Jean-Baptiste Lebas
  • Le parc Matisse
  • Le parc des Dondaines

Aktivitäten

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Fußball: Der Fußballverein OSC Lille trägt seine Heimspiele im Stadion Template:Marker Stade Pierre-Mauroy aus. Es liegt im benachbarten Ort Villeneuve-d’Ascq, fasst etwa 50.000 Zuschauer und war auch Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2016.

Einkaufen

In der Innenstadt von Lille findet sich eine Vielzahl von Geschäften, insbesondere im Bereich Mode, die meisten gehören jedoch den großen Ketten an. Die Template:Marker und die Rue Neuve, die den Place du Général de Gaulle mit dem Place de la République verbinden sind die wichtigsten Einkaufsstraßen.

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Küche

Günstig

Mittel

Gehoben

Nachtleben

Unterkunft

Günstig

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Mittel

Gehoben

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Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Gesundheit

Praktische Hinweise

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Ausflüge

Literatur

Weblinks

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