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Detroit

Script error: No such module "Quickbar Ort". Detroit ist mit ca. 680.000 Einwohnern (über 4 Millionen im Ballungsraum) die größte Stadt im US-Bundesstaat Michigan und nach Chicago und Toronto eine der größten im Bereich der Großen Seen. Detroit ist das angestammte Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie. Wolkenkratzer im Art-Déco-Stil zeugen von der Goldenen Zeit der „Motor City“. Durch den Niedergang der Autoindustrie und die Suburbanisierung ist die Bevölkerung seit den 1960er-Jahren stark geschrumpft und die Stadt machte einen schweren Strukturwandel durch. Detroit ist aber auch ein bedeutendes Zentrum der amerikanischen Musikszene (Soul und R’n’B des Labels Motown, Alice Cooper, Eminem).

Geografisch bildet Detroit insofern eine Kuriosität, als die Stadt nördlich von Kanada liegt: am südlichen Ufer des Detroit River, der beide Länder scheidet, liegt die kanadische Stadt Windsor.

Hintergrund

Der französische Kapitän Antoine de la Mothe Cadillac gründete 1701 das Fort Pontchartrain du Détroit. Détroit ist das französische Wort für ‚Meerenge‘ oder ‚Wasserstraße‘ und bezieht sich auf die heute als Detroit River bekannte Verbindung zwischen Huronsee und Eriesee. In der Gegend siedelten sich europäische Kolonisten an, die unter anderem vom Fellhandel lebten. Das Fort wurde im Siebenjährigen Krieg 1760 von den Briten erobert, die den Namen zu Detroit verkürzten. Seit dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gehört es zu den USA. Detroit war ab 1805 Regierungssitz des Michigan-Territoriums und später des Bundesstaats Michigan, bis 1847 Lansing zur neuen Hauptstadt gewählt wurde. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Detroit eine Kleinstadt. Anschließend wuchs die Bevölkerung rapide und kontinuierlich, in den 1870er-Jahre wurde die Marke von 100.000 überschritten. Im Gilded Age entstanden prächtige Villen reicher Unternehmer und Reeder.

mini|Ecke Michigan & Griswold um 1920 Entscheidend für die Entwicklung von Detroit war aber die Automobilindustrie. Der schottische Einwanderer David Dunbar Buick gründete hier 1899 die Buick Auto-Vim and Power Company (später Buick Motor Company). Im Jahr darauf gründeten die Brüder Horace und John Dodge ihre Dodge Brothers Company. Henry Ford gründete zunächst 1901 die Cadillac Motor Company und – nachdem er sich mit den Investoren zerstritten hatte – 1903 die Ford Motor Company. Der Investor William C. Durant kaufte Buick, Cadillac und weitere Autohersteller auf und fasste sie 1908 zu General Motors zusammen. Gemeinsam mit Louis Chevrolet rief er 1911 Chevrolet als weitere Marke ins Leben. Walter Chrysler war zunächst Manager bei Buick, bevor er 1925 seine eigene Firma, die Chrysler Corporation, gründete. Ford, GM und Chrysler wurden in der Folgezeit als „die großen Drei“ der US-Automobilindustrie tituliert. „Detroit“ wurde als Synonym für die amerikanische Autobranche verwendet, so wie man mit „Wall Street“ die Finanzwirtschaft bezeichnet.

mini|hochkant|Das Penobscot Building war von 1928 bis 1977 das höchste Gebäude in Detroit. In den 1910er-Jahren erlebte die Bevölkerung einen rasanten Boom: Binnen eines Jahrzehnts verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf 990.000 und Detroit war nach New York City, Chicago und Philadelphia die viertgrößte Stadt der USA. Dementsprechend gab es eine rege Bautätigkeit. In diesem Jahrzehnt entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, das 99 Meter hohe Chrysler House gilt als der älteste unter ihnen. Auch in den 1920er- und 30er-Jahren wurde weiter fleißig gebaut. Der vorherrschende Architekturstil jener Zeit war das Art Déco, weshalb Detroit eine der Hochburgen des amerikanischen Art Décos ist. Der aus dem Hunsrück eingewanderte Albert Kahn (1869–1942) galt in jener Zeit als der „Architekt von Detroit“. Sein Architekturbüro entwarf zahlreiche charakteristische Fabrikhallen, Büro- und Appartementgebäude sowie Privatanwesen. Detroit war auch ein wichtiges Ziel der Great Migration von Afroamerikanern aus den Südstaaten. War 1910 nur ein Prozent der Bevölkerung schwarz, waren es 1950 bereits 16 Prozent.

Die Verbreitung des Automobils und der Bau von Highways und Schnellstraßen begünstigten die Entstehung von Suburbs. Vor allem weiße Bewohner der Mittelschicht zogen aus den innenstadtnahen Vierteln in Einfamilienhaus-Siedlungen außerhalb der Stadt, was als „White Flight“ beschrieben wird. Dies hatte zur Folge, dass die Bevölkerungszahl der eigentlichen Stadt Detroit ab 1950 zurückging und der Anteil der afroamerikanischen Bevölkerung immer weiter stieg. Im Juli 1967 kam es zu heftigen Rassenunruhen, die 43 Menschen das Leben kosteten. Wurde der Bevölkerungsrückgang im eigentlichen Stadtgebiet zunächst durch eine Zunahme in den Vororten ausgeglichen, zogen infolge der Krise der Autoindustrie in den 1970er Jahren einige Bewohner aber auch ganz aus dem Raum Detroit weg in andere Teile der USA. Die Stadt Detroit hat seit 1950 fast ein Drittel ihrer Bevölkerung verloren, 35 Prozent des Stadtgebiets sind unbewohnt. Die verbliebenen Einwohner sind zu über 80 % Schwarze, zu 7 % Latinos, „nicht-hispanische Weiße“ machen nur noch 8 % der Bevölkerung aus. Detroit ist damit die Großstadt mit dem höchsten afroamerikanischen Bevölkerungsanteil.

Die soziale Situation ist prekär. Jeder fünfte Jugendliche bricht die High School ohne Abschluss ab (USA: 13 %). Nur 14 % der Erwachsenen haben einen Bachelorabschluss (USA: 30 %). 12 % der Detroiter sind erwerbslos (USA: 5 %). Nur in einem Drittel der Familien sind zwei verheiratete Elternteile anwesend (USA: 73 %); bei mehr als drei Viertel aller Geburten sind die Mütter unverheiratet (USA: 35 %); beides ist in den USA nicht wie in Europa Ausdruck von Lifestyleentscheidungen, sondern tendenziell ein Zeichen sozialer Not. Trotz des wachsenden Wohnungsleerstandes und damit drastisch sinkender Immobilienpreise wohnen nur 48 % der Detroiter im Eigenheim (USA: 64 %).

Berry Gordy Jr. gründete 1959 die Plattenfirma Tamla Records und 1960 Motown Records, das in den 1960er- und 70er-Jahren zum wichtigsten Label für Soul- und R’n’B-Musik wurde. Hier standen u. a. Marvin Gaye, Diana Ross, Lionel Richie, Stevie Wonder und The Jackson Five mit dem jungen Michael Jackson unter Vertrag. Ebenfalls aus Detroit stammt Alice Cooper. In neuerer Zeit stehen für die Detroiter Musikszene Eminem, The White Stripes, aber auch der Detroit Techno.

Eine Reihe erfolgreicher Filme spielt in Detroit oder wurde dort gedreht, z. B. Beverly Hills Cop, 8 Mile, Die Insel, Transformers, Gran Torino, Only Lovers Left Alive, Batman v Superman und Don’t Breathe.

Anreise

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Mit dem Flugzeug

Der Template:Marker (IATA CodeDTW) im Vorort Romulus ist mit 34 Millionen Passagieren im Jahr einer der 20 größten Flughäfen der USA. Er ist ein Drehkreuz für Delta Air Lines und deren Regionaltochter Delta Connection, aber auch die Billiglinie Spirit Airlines bietet zahlreiche Verbindungen an. Von Frankfurt kann man direkt mit Delta oder Lufthansa fliegen. Weitere Direktverbindungen aus Europa gehen von Amsterdam (Delta) oder Paris (Air France oder Delta). Innerhalb der USA sind die meistfrequentierten Verbindungen mit Atlanta (Delta, Southwest, Spirit), Orlando (Delta, Frontier, Southwest, Spirit), Chicago–O'Hare (American, Delta, United) und Las Vegas (Delta, Southwest, Spirit).

Vom Flughafen gelangt man mit der SMART-Buslinie 261 in die Innenstadt. Außerdem fahren Überlandbusse (Michigan Flyer) mehrmals täglich direkt vom Flughafen nach Ann Arbor, Jackson und East Lansing.

Mit der Bahn

Der Template:Marker wird je Richtung dreimal täglich vom Amtrak-Schnellzug Wolverine (Chicago–Detroit–Pontiac) bedient. Die Fahrt von Chicago dauert etwas über fünf Stunden, von Pontiac 40–45 Minuten. Am Bahnhof kann man in die Straßenbahn (QLine) oder verschiedene DDOT- und SMART-Buslinien umsteigen.

Auf kanadischer Seite fahren viermal pro Tag Züge der Via Rail von Toronto in gut vier Stunden in Detroits Nachbarstadt Windsor (Ontario). Von dort gelangt man mit dem Tunnel Bus nach Detroit.

Mit dem Bus

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Der Tunnel Bus der städtischen Busbetriebs Windsor Transit fährt halbstündlich vom Template:Marker in der kanadischen Nachbarstadt Windsor (Ontario) durch den Tunnel unter dem Detroit River nach Detroit. Die Fahrt zur Cobo Hall dauert werktags 23 Minuten (am Wochenende 12 Minuten), zur Little Caesars Arena 34 (Wochenende 18) Minuten. Eine Fahrkarte kostet 5 kanadische Dollar und kann in kanadischer oder US-Währung bezahlt werden (man bekommt aber kein entsprechendes Wechselgeld).

Auf der Straße

Mit dem Schiff

Mobilität

mini|QLine-Straßenbahn Der öffentliche Nahverkehr im eigentlichen Stadtgebiet wird vom Detroit Department of Transportation (DDOT) organisiert, für die Verbindungen zwischen Stadt und Umland ist die Suburban Mobility Authority for Regional Transportation (SMART) zuständig.

Ein besonderes Verkehrsmittel ist der Detroit People Mover, ein automatisch betriebenes Hochbahnsystem, das auf einem 4,7 Kilometer langen Rundkurs mit 13 Stationen durch die Innenstadt fährt. Seit 2017 gibt es zudem eine 5,3 Kilometer lange moderne Straßenbahnlinie (QLine), die Downtown entlang der Woodward Avenue mit dem nördlich gelegenen New Center am Bahnhof verbindet.

Im Übrigen gibt es 43 innerstädtische und 48 suburbane Buslinien. Als zentraler Umsteigepunkt fungiert das Template:Marker.

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

mini|Michigan Central Station mini|Im Fisher Building mini|Ambassador Bridge mini|Renaissance Center

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Museen

mini|Ford T-Modell im Henry-Ford-Museum

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mini|Nachtmahr von Johann Heinrich Füssli im Detroit Institute of Arts

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Parks

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Aktivitäten

Sport

mini|Little Caesars Arena mini|Spiel der Detroit Red Wings

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Kultur

mini|Im Fox Theatre

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Einkaufen

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Küche

Nachtleben

Musik
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Unterkunft

Gehoben

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Die nächste Frühstücksadresse, die auch europäischen Erwartungen halbwegs entgegenkommt, ist die Panera-Niederlassung im benachbarten Renaissance Center (300 Renaissance Center, 6 Fußwegminuten südöstlich). Beim Courtyard rechts um die Ecke, im Erdgeschoss der Renaissance City Club Apartments, finden Selbstversorger einen kleinen Supermarkt (City Market, 575 Brush St, Ecke Congress St). Direkt neben dem Courtyard liegt das Millender Center, das man vom Hotel erreicht, ohne ins Freie treten zu müssen. Seit 2018 findet man im zweiten Geschoss, etwas versteckt, eine Zweitniederlassung des Thairestaurants Bangkok Crossing. Im selben Gebäude befindet sich auch eine Station des Detroit People Mover, einer automatisch betriebenen Hochbahn, die über eine Rundstrecke viele Innenstadtziele schnell miteinander verbindet; die Fahrt kostet $0,75 (Quarter-Münzen bereithalten).
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Frühstücken empfiehlt sich, trotz der Kosten, im Hotelrestaurant, es sei denn, man scheut nicht den gut 10-minütigen Fußmarsch zum oben bereits erwähnten Panera. Cafés oder Bäckereien gibt es in der unmittelbaren Umgebung sonst nicht. Das nächstgelegene Lebensmittelgeschäft ist Wally's Convenience Store & Deli (161 W Congress St, Nähe Shelby St). Das beste Restaurant in unmittelbarer Nähe ist The Apparatus Room (250 W Larned St), in dem ohne Tischreservierung leider kaum etwas geht. Eine anständige Alternative ist The District Bar and Grill (150 W Jefferson Ave).

Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Detroit gilt nach Flint, Michigan als die gefährlichste Stadt der USA. 2017 sind hier 267 Menschen umgebracht worden; zum Vergleich: in ganz Deutschland waren es im selben Jahr 405. Da die Stadt seit 1950 zwei Drittel ihrer Einwohner verloren hat und auch in der Gegenwart noch immer weiter schrumpft, sind ganze Stadtteile verfallen. Besonders die Viertel östlich der I-75 und nördlich der I-95 sind zu allen Tageszeiten zu meiden. Auch Midtown, Corktown und Downtown sind keine „sicheren“ Stadtteile, tagsüber aber so belebt, dass ein subjektives Gefühl der Gefährdung sich kaum einstellt.

Gesundheit

Praktische Hinweise

Ausflüge

  • Lake St. Clair gehört zum System der Großen Seen, ist mit 1114 km² aber verhältnismäßig klein. Er beginnt bei Grosse Pointe, ca. 14 km östlich der Innenstadt von Detroit. Hier kann man die Uferstraße entlangfahren oder eine Bootstour machen.
  • Ann Arbor (70 km westlich; 45 min mit der Bahn) – Hauptcampus der renommierten University of Michigan, Studentenstadt, repräsentative Universitätsgebäude
  • Toledo (Ohio) (95 km südwestlich; 1:10 Std. mit dem Bus) – Universitätsstadt am Westende des Eriesees, traditionelles Zentrum der Glasherstellung mit berühmtem Zoo, Kunstmuseum und Eishockeyteam
  • Lansing (145 km nordwestlich) – Hauptstadt von Michigan
  • Windsor (Ontario) – kanadische Schwesterstadt auf der anderen Seite des Detroit River
  • Point-Pelee-Nationalpark (65 km südöstlich) – auf einer Halbinsel im Eriesee mit dem südlichsten Punkt des kanadischen Festlands; zahlreiche Vogel- und Schmetterlingsarten, reiche Vegetation

Literatur

Weblinks

Template:Offizielle Webseite

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